Zehn Spiele – aber nur ein Sieg. Der gelang vor knapp acht Jahren, als Robert Wulnikowski, Tom Persich und Steffen Baumgart noch das Union-Trikot trugen. Und als Stürmer Salif Keita ein Dreier-Pack gegen Fürth-Torhüter Neuhaus (Vorname Sven und nicht Uwe) glückte...
Zuletzt hatten die Eisernen nicht einmal in der Alten Försterei eine Chance. Trainer Uwe Neuhaus: „Die Fürther waren in der Vorsaison die viertstärkste Auswärtsmannschaft. Auch wir haben das beim 1:2 zu spüren bekommen.“ Damals sorgte ein verschossener Elfmeter von Santi Kolk für zusätzlichen Frust. Deshalb gilt für das heutige Heimspiel gegen die Franken: Schluss mit dem Fürth-Fluch.
Der Plan, den Neuhaus austüftelt: „Wir müssen die schnellen Konter unterbinden. Das ist der Schlüssel zum Erfolg.“ Vielleicht ist die Verlängerung des Vertrages mit Mittelfeldmann Christopher Quiring bis 2015 (!) dafür das zündende Signal.
Am größten war das Bedauern bei Unions Rekordtorjäger Karim Benyamina (87 Pflichtspieltreffer), dem die eisernen Bosse einen Wechsel aufdrängten. Der 29-Jährige kam beim Liga-Konkurrenten FSV Frankfurt unter. Womit er – neben Aufsteiger Dominic Peitz – der Einzige ist, der das Niveau halten konnte.
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Dass Santi Kolk durch seine Flucht zu NAC Breda den Gehaltsetat für geschätzte 22 000 Euro im Monat entlastet, ist ja hinlänglich bekannt. Sollte Breda ihn behalten wollen, bekäme Union im Sommer 2012 sogar eine Ablösesumme. Falls man selber den Klassenerhalt schafft.
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Björn Brunnemann ist derzeit arbeitslos. Kein Zweitligist wollte die rund 18.000 Euro Gehalt für einen stark verletzungsanfälligen Kicker berappen. In der Liga drunter gibt es deutlich weniger zu verdienen. Ergo muss der 30-Jährige deutliche Abstriche machen. Oder darauf hoffen, dass ein in Panik geratender Klub bis zum 31. August (Ende der Transferperiode) zuschlägt.
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Auch ohne Beschäftigung ist Macchambes Younga-Mouhani. Der mittlerweile 37-Jährige absolvierte zwar ein Probetraining bei Eintracht Trier. Aber der Regionalligist hatten nicht die Mittel, ihn zu verpflichten. Abwarten heißt die Devise für den vierfachen Familienvater.
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Diesem quälenden Prozess konnte zumindest Bernd Rauw entgehen. Erfurts Trainer Stefan Emmerling stand aus gemeinsamen Zeiten in Emden auf den sympathischen Belgier. Rauw soll jetzt den Abwehrchef bei den Thüringern geben.
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Kenan Sahin wechselte ins Ausland, verdingte sich beim türkischen Zweitligisten Denizlispor.
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Am besten hat es wohl noch Dominic Peitz getroffen. Für mindestens 12 Monate darf er beim FC Augsburg Bundesligaluft schnuppern. Und bislang sieht es so aus, als könnte er wirklichen einen Platz in der Startelf der Fuggerstädter erkämpfen. Zu gönnen wäre es dem 1,96 großen Mittelfeldspieler, der wie kaum ein Zweiter für ehrliche Arbeit bei den Eisernen gestanden hatte.
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Nicht alle hatten das Glück, weiterhin in Deutschland tätig sein zu dürfen. Paul Thomik wechselte zurück in seine Geburtsstadt Zabrze. Bei Gornik will er zusammen mit dem Ex-Unioner Michael Bemben (schon eine Saison da) über die rechte Seite so viel Druck machen, dass der polnische Erstligist diesmal nicht wie in der Vorsaison knapp an der Europa-League-Quali vorbeirutscht.
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Ersatz-Keeper Christoph Haker kam bei Regionalligist BAK unter. Die Weddinger werden langsam zum Sammelbecken von Alt-Unionern. Ronny Nikol spielt dort, der Trainer heißt Jens Härtel.
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