Anschläge, Putschversuch, 40 Prozent weniger Touristen. Erdogan sagt über seinen Namensvetter, den türkischen Präsidenten, der solle verbal abrüsten. Erdogan beklagt die sprachliche Verrohung. Ihn ärgert es, dass Kritiker der türkischen Regierung „sofort als Hurensöhne und Vaterlandverräter verteufelt werden“.
1974 kam Erdogan nach Berlin, studierte Schulpsychologie, ist angestellt beim Jugendamt Neukölln. 2012 erhielt er das Bundesverdienstkreuz für seine Projekte. 2007 hatte er die bundesweit erste Selbsthilfegruppe für türkische Männer ins Leben gerufen. Erdogan sagt: „Wir brauchen Gelassenheit. Ruhe ist die bessere Lösung. Das gilt auch für Menschen in der Türkei. Wenn wir die Kontrolle verlieren, dann wird noch mehr Blut vergossen.“ Mit Blick auf Berlin hätte er es gut gefunden, wenn „deutsche und türkische Landsleute gemeinsam gegen den Putsch demonstriert hätten“. Umgekehrt hätte er sich gewünscht, dass nach der Kölner Silvesternacht Tausende Muslime und Migranten gegen sexuelle Gewalt protestiert hätten.
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