Kartenspiel zerstört Unioner Spielfluss

Schiri teilt ein Dutzend Gelbe aus

Eins vorneweg. Es lag mit Sicherheit nicht an Schiedsrichter Robert Kempter aus Sauldorf, dass den Eisernen am Ende gegen Lautern beim 2:2 (0:1) zwei Punkte flöten gingen.

Mathias Bunkus
Lesezeit 2 Min
Maximilian Thiel kriegt vom Schiri den gelben Karton.

Maximilian Thiel kriegt vom Schiri den gelben Karton.

© City-Press GbR Lizenz

Unions Trainer Norbert Düwel verkniff sich jedes Wort zum Unparteiischen aus Gründen des Selbstschutzes. Hätte ansonsten bestimmt böse Post aus Frankfurt am Main von den hohen Herren des DFB gegeben.

„Ich hatte den Eindruck, der wollte heute einen neuen Weltrekord im Verteilen von Gelben Karten aufstellen“, scherzte Sören Brandy. Der Blondschopf war selber Opfer einer der zahlreichen Fehlentscheidungen. Einen Karton zu kassieren, wenn er klar den Ball spielt, ist schon eine sehr exklusive Sichtweise.

Da war die Welt der Unioner noch in Ordnung: Wood trifft zum 2:1 in der 72. Minute.

Da war die Welt der Unioner noch in Ordnung: Wood trifft zum 2:1 in der 72. Minute.

© City-Press GbR Lizenz

© dpa Lizenz

Torhüter Haas (u.) hält in der 77. Minute einen Elfer.

Torhüter Haas (u.) hält in der 77. Minute einen Elfer.

© dpa Lizenz

Torhüter Haas jubelt nach gehaltenem Elfer. Doch am Ende wieder nur 2:2.

Torhüter Haas jubelt nach gehaltenem Elfer. Doch am Ende wieder nur 2:2.

© City-Press GbR Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

Zwölf Mal sprach der Sauldorfer Verwarnungen aus. Zwölf Mal! Und das in einem zwar intensiven, aber keinesfalls boshaft oder überhart geführten Spiel. Nur sein Schlusspfiff verhinderte, dass er alle 22 Akteure auf seiner Spielnotizkarte in der Rubrik Gelb geführt hatte. Viel zu früh hatte er mit dem ersten Kärtchen für Maxi Thiel schon nach zehn Minuten eine Marschroute festgelegt, die er nicht durchhalten konnte.

Fast noch schlimmer waren seine ständigen Versuche, schnelle Spielfortsetzungen zu unterbinden. Hochgradig theatralisch baute er sich immer vor dem Ball bei Freistößen auf. In allen strittigen Entscheidungen pfiff er im Zweifelsfall gegen die Hausherren. Alles nicht wirklich spielentscheidend. Alles aber halt eine Nummer zu kleinlich. Das macht es einem Team wie Union, das lange Zeit verzweifelt mit sich selbst rang, verdammt schwer, irgendwie in die Partie hineinzufinden. Weil es nie wusste, woran es war!

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com