Am 17. Juni 2016 zogen etwa 130 Identitäre durch Berlin-Mitte. In diesem Jahr ist mit einer deutlich größeren Zahl an Rechtsradikalen zu rechnen.
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Linke kündigen Blockaden gegen Demo der „Identitären“ an
Der Aufzug der „Identitären Bewegung“ ist mit 1000 Teilnehmern angemeldet. Bereits seit Monaten mobilisieren die Rechten für ihre Veranstaltung europaweit Anhänger und Sympathisanten. Wie viele Demonstranten nun am Samstag tatsächlich marschieren, ist bislang unklar, die Mobile Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus in Berlin geht allerdings von einer Teilnehmerzahl im „mittleren bis höheren dreistelligen Bereich“ aus. Damit wäre die Demonstration um ein vielfaches größer als die im vergangenen Jahr: Am 17. Juni 2016 waren etwa 130 „Identitäre“ durch Mitte gezogen.
Die Routen der Gegendemonstranten
Verschiedene Gruppen und Initiativen haben unterdessen Gegenproteste angekündigt, einige linke Gruppierungen riefen auch zu Blockaden auf.
Die Gegendemonstration des Berliner Bündnisses gegen Rechts beginnt am Samstag um 12 Uhr am Leopoldplatz in Wedding. Von dort aus soll der Zug über die Schererstraße und die Wiesenstraße bis zur Bernauer Straße führen. Diese Demonstration ist laut Polizeisprecher Michael Gassen mit ebenfalls 1000 Teilnehmern angemeldet.
Auch der Verein „Die Vielen“ will gegen den rechten Aufmarsch protestieren: Die „Glänzende Demonstration“ der Künstler soll um 14 Uhr an der Alten Münze (Molkenmarkt 2) starten und über den Hackeschen Markt und die Rosenthaler Straße bis zur Eichendorffstraße/Ecke Invalidenstraße führen. Diese Demo ist mit 100 Teilnehmern angemeldet.
Alle anderen geplanten Gegenveranstaltungen der Linken wurden kurzfristig abgesagt, teilte Gassen auf Anfrage der Berliner Zeitung am Freitagabend mit.
Auch Kurden planen Demonstration am 17. Juni
Allerdings planen auch die Kurden am Samstag einen Protestzug unter dem Motto „Solidarität mit Rojava und Shengal“. Dieser ist mit 1000 Teilnehmern angemeldet und soll um 12 Uhr am Mathilde-Jacob-Platz in Moabit starten. Von dort aus ziehen die Demonstranten über die Turmstraße, Rathenower Straße und Fennstraße bis zum U-Bahnhof Schwarzkopffstraße.
Wie viele Polizisten bei den Demonstrationen im Einsatz sein werden, steht laut Polizeisprecher Gassen erst am Samstag definitiv fest.
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