Über 1,5 Millionen Gäste werden wegen der Großereignisse erwartet, die unter hohen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Dazu kommen noch die Straßensperrungen, die für jede Menge Staus sorgen werden.
Autofahrer haben es jetzt schon schwer, durch Kreuzberg zu kommen. Rings um den Blücherplatz gibt es bereits die ersten Sperrungen für den Karneval der Kulturen, der dort diesen Freitag ab 16 Uhr mit einem Straßenfest startet. Bis Pfingstmontag wird gefeiert. Der Veranstalter erwartet eine Million Besucher.
Von Balkan-Beats bis Samba-Rhythmen: Auf vier Bühnen treten beim Straßenfest 100 Bands aus vielen Regionen der Welt auf. Höhepunkt ist der Karnevalsumzug am Pfingstsonntag. Ab 12.30 Uhr ziehen 63 Tänzergruppen in ihren farbenprächtigen Kostümen vom Herrmannplatz bis zur Möckernstraße.
Hermannplatz, die Hasenheide, Gneisenaustraße, Teile der Yorckstraße und die Urbanstraße bis Geibelstraße sind von Sonntag (6 Uhr) bis Montag (7 Uhr) komplett gesperrt. Es gelten Halteverbote. Wer sein Auto in dem Bereich stehenlässt, wird abgeschleppt.
Am Samstag wird Berlin richtig voll. Dann startet das Turnfest, das bis 10. Juni läuft. 80.000 Sportler werden kommen. Und noch mehr Zuschauer. „Insgesamt 1,5 Millionen Hauptstadt-Besucher erwarten wir wegen des Turnfestes und des Karnevals der Kulturen“, sagt Christian Tänzler vom Tourismusverband Visit Berlin.
Das Turnfest startet am Samstag (17.30 Uhr) mit einem Festumzug vom Brandenburger Tor bis zur Siegessäule. Über 30.000 Turner nehmen daran teil. Am Sonntag und Montag findet an gleicher Stelle ein Sportfestival statt. Daher ist die Straße des 17. Juni schon seit Tagen zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule komplett gesperrt.
Der Höhepunkt des Turnfestes ist am 6. Juni die große Sport-Gala im Olympiastadion. Das sorgt ab 17 Uhr für Staus im Bereich der Heerstraße. Wer zu der Gala will, sollte mit BVG und S-Bahn anreisen.
Das Internationale Deutsche Turnfest startet am Samstag und lockt viele Berlin-Touristen an.
© dpa
An den Feiertagen wird in Berlin aber nicht nur getanzt und geturnt. Auch die Kunst bietet ein großes Spektakel. Mit der Open-Air-Gallery, die Pfingstsonntag auf der Oberbaumbrücke (Friedrichshain-Kreuzberg) stattfindet.
Diese ist daher vom 4. bis 5. Juni (6 Uhr) gesperrt. Autofahrer müssen über die Elsen- und Schillingbrücke ausweichen.
Wem das alles noch nicht reicht – es gibt noch mehr „Pfingstpartys“ in Berlin. Zum Beispiel das Jazz-Festival im Pankower Bürgerpark (2. bis 5. Juni, Eintritt: 6 Euro).
Oder aber die traditionellen Pfingstkonzerte im Tierpark und Zoo, die dort am 4. und 5. Juni jeweils um 9.30 Uhr beginnen.
Die Großveranstaltungen am Pfingstwochenende stehen allerdings unter großem Polizeischutz.
Obwohl eine konkrete Terrorgefahr nicht besteht, wurden nach den Anschlägen auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz und vor kurzem in Manchester die Sicherheitsvorkehrungen für das Turnfest und dem Karneval der Kulturen verschärft.
So wird es bei der Eröffnung des Turnfestes auf der Straße des 17. Juni Absperrungen mit Zäunen geben. Besucher müssen an Eingängen mit Taschenkontrollen rechnen. Wie beim Kirchentag wird es auch beim Turnfest Kontrollen der Gullys geben. Besonders hohe Sicherheitsmaßnahmen sind bei der Sportgala im Olympiastadion vorgesehen, bei der auch Kanzlerin Angela Merkel zugegen sein wird.
Der Einsatz von Spürhunden beim Turnfest ist noch unklar. Fest steht aber, dass alle 160 Schulen, in denen Turnfest-Teilnehmer untergebracht sind, bewacht werden.
Verschärft wurden die Sicherheitsvorkehrungen beim Karneval der Kulturen mit zusätzlichen Sperren. Das Fest wird durch mehr Polizisten geschützt.
Wie viele Beamte insgesamt zu Pfingsten im Einsatz sind, ist noch unklar. Vermutlich werden es etwa 2000 täglich sein – wie beim Kirchentag.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com