Aufzug kaputt, Rollator-Fahrer ratlos: Heinz und Elsbeth Goebel aus Hellersdorf (hier am S-Bahnhof Friedrichstraße) kennen das Problem nur zu gut.
© Eric Richard Lizenz
Patrick (30) aus Zehlendorf und seine Kinder sind genervt: Weil der Fahrstuhl defekt ist, kommt der junge Familienvater ganz schön ins Schwitzen.
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Redwan (20) aus Wedding muss die einfahrende Bahn kriegen, um pünktlich am ZOB zu sein. Der lahme Fahrstuhl ist für ihn keine Alternative zur Rolltreppe.
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Treppenwitz am Ostkreuz: Weder Aufzug noch Fahrtreppe! Auf dem Weg zur S5, 7 und 75 schleppen Tausende Berliner täglich etliche Kilos die Treppe runter.
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Die Sperrung der Rolltreppe am S-Bahnhof Wedding wurde mehrfach verlängert. Das nervt die Fahrgäste. Immerhin: Die DB bildet rund 60 Mitarbeiter für andere, kurzfristige Entstörungen (z.B. unberechtigten Nothalt) weiter. Dadurch sollen sich die Fachtechniker besser auf Fälle wie diesen am S-Bahnhof Wedding konzentrieren können.
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Redwan würde ja jetzt gern die Rolltreppe nehmen. Doch die ist seit mehr als einem Jahr außer Betrieb. „Die Erneuerung dieser Rolltreppe wird für alle ein wenig mühsam“, schreibt die Deutsche Bahn auf einem Info-Schild. Was sie nicht schreibt: Die gesamte Anlage muss ausgetauscht werden, da eine Reparatur nicht wirtschaftlich ist. Bis 15. September soll das offiziell dauern. „Und dann werden die Bauarbeiten doch eh wieder verlängert“, schimpft ein älterer Herr.
„Ich mag nicht mehr, Papa“, quengelt Mia (3), die Tochter von Patrick (30) aus Zehlendorf. Er schleppt gerade den Kinderwagen seines Sohnes Max (1) die Treppe am Bahnhof Friedrichstraße hoch. Der Fahrstuhl zu den Zügen der S-Bahn (Gleis 5 und 6) ist defekt. „Und das bei der Hitze“, stöhnt er. „Vorletzte Woche hatten wir hier schon das gleiche Problem. Können die sich mit der Reparatur nicht mal beeilen?“ Angeblich soll es heute so weit sein ...
Aufzug kaputt, Rollator-Fahrer ratlos: Heinz und Elsbeth Goebel aus Hellersdorf (hier am S-Bahnhof Friedrichstraße) kennen das Problem nur zu gut.
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Patrick (30) aus Zehlendorf und seine Kinder sind genervt: Weil der Fahrstuhl defekt ist, kommt der junge Familienvater ganz schön ins Schwitzen.
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Redwan (20) aus Wedding muss die einfahrende Bahn kriegen, um pünktlich am ZOB zu sein. Der lahme Fahrstuhl ist für ihn keine Alternative zur Rolltreppe.
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Treppenwitz am Ostkreuz: Weder Aufzug noch Fahrtreppe! Auf dem Weg zur S5, 7 und 75 schleppen Tausende Berliner täglich etliche Kilos die Treppe runter.
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Die Sperrung der Rolltreppe am S-Bahnhof Wedding wurde mehrfach verlängert. Das nervt die Fahrgäste. Immerhin: Die DB bildet rund 60 Mitarbeiter für andere, kurzfristige Entstörungen (z.B. unberechtigten Nothalt) weiter. Dadurch sollen sich die Fachtechniker besser auf Fälle wie diesen am S-Bahnhof Wedding konzentrieren können.
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Für Lagerlogistiker Patrick sind Ausfälle wie dieser schweißtreibend und nervig. Aber für Heinz Goebel (83) und seine Frau Elsbeth (84, seit 63 Jahren verheiratet!) aus Hellersdorf ist die Treppe ein unüberwindbares Hindernis. „Mein Mann ist schwerbeschädigt. Wie sollen wir denn jetzt nach Mahlsdorf kommen?“, fragt die alte Dame. Natürlich tragen wir, die KURIER-Reporter, den Rollator ihres Mannes hoch zum Gleis. Als wir oben sind, will uns Frau Goebel Geld dafür geben (was wir natürlich ablehnen). „Sonst“, sagt sie, „hilft uns fast nie jemand.“
Das bestätigt auch Claudia (30) aus Friedrichshain, die wir kurze Zeit später am Ostkreuz treffen. Die Gleise zu den Bahnen der S5, S7 und S75 gen Osten verfügen nicht mal über eine Rolltreppe. „Meine Freundin ist extra mit mir aus der Ringbahn ausgestiegen, um den Kinderwagen mit runter zu tragen“, erzählt die Mutter einer Tochter. „Jemanden Fremdes zu finden, der hilft, ist nämlich kompliziert. Plötzlich haben ’se dann immer alle Rücken ...“
Wedding, Friedrichstraße, Ostkreuz: nur drei von etlichen Problem-Bahnhöfen der Stadt. Viele KURIER-Leser meldeten sich, klagten über Störungen und Bauarbeiten am Gesundbrunnen, am S+U Neukölln, sowie u.a. an den U-Bahnhöfen Rathaus Steglitz und Spandau, Schloßstraße, Lipschitzallee.
Das zeigt: S-Bahn (insgesamt 258 Fahrtreppen, 227 Aufzüge) und BVG (insgesamt 365 Fahrtreppen, 140 Aufzüge) sind gleichermaßen betroffen. 8,2 Tage steht jede BVG-Rolltreppe im Schnitt pro Jahr still (inklusive Wartung). Rund 80 Prozent aller Ausfälle werden bei BVG und S-Bahn binnen einiger Stunden behoben.
Schuld an der Misere sind oft auch Nothalte und Vandalismus. Der Aufzug am U-Bahnhof Bülowstraße, der Silvester durch Böller zerstört wurde, kann wegen des komplizierten Ausschreibungsverfahrens etwa erst im August wieder in Betrieb gehen. Via Internet kann man sich informieren, welche Anlagen derzeit defekt sind. BVG-Sprecherin Petra Reetz erklärt, man überlege, dies auch für längerfristig gesperrte Rolltreppen einzuführen.
Auf der KURIER-Facebook-Seite haben viele Leser ihre Erfahrung mit kaputten Rolltreppen geteilt - natürlich können Sie weiter mitdiskutieren!
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