Kreuzberg - Ein 23-Jähriger wird im Görlitzer Park mit einem Messer ermordet, die Hintergründe sind unklar(KURIER berichtete). Im Dunkeln meiden viele Anwohner die Grünanlage schon länger. Besonders im Bereich des Rosengartens lungern Junkies, Dealer und schräge Typen herum."Ich wohne in der Nachbarschaft", sagt die 27-jährige Lina. "Früher bin ich immer mit meinem Hund durch den Park gelaufen, aber das ist mir inzwischen einfach zu gefährlich!" Es ist die Mischung aus Rauschgiftszene und ins kriminelle Milieu abgedrifteten Jugendlichen, die Menschen wie Lina Angst macht.Ein ziviler Ermittler vor Ort, der mit seinen Kollegen auf Dealer-Jagd ist, bestätigt die Einschätzung der verängstigten Anwohnerin. "Seit zwei Jahren ist der Park vor allem im Bereich des Rosengartens ein absoluter Szenebrennpunkt, das muss man leider so sagen." Die Dealer, fast ausschließlich Schwarzafrikaner, haben dabei ein ausgeklügeltes System entwickelt. "Drei, vier von denen fahren mit ihren Rädern regelrecht Patrouille und warnen ihre Komplizen, sobald sie einen von uns entdecken!" Zudem erschwert das dichte Gestrüpp im Park die Arbeit der Ermittler. "Deshalb hat das Bezirksamt jetzt recht viel vom Grünzeug weggeschnitten, damit wir mehr sehen können", so der Fahnder weiter. Fraglich bleibt, ob diese Maßnahme ausreicht.Umliegende Geschäftsleute beobachten die Situation mit Sorge. "Früher hatte ich meinen Spätkauf immer auf", sagt Bülent D., 47. "Aber das ist mir inzwischen einfach zu gefährlich geworden. Ab Mitternacht sperre ich die Tür zu und schaue mir die Leute zuerst ganz genau an, bevor ich sie reinlasse. Ich will kein Opfer von irgendwelchen Idioten werden..."------------------------------BU: Ermittler der Berliner Polizei sichern kurz nach dem Mord an einem 23-Jährigen Spuren.
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