Berlin - Wunder - wie beispielsweise ein Derbysieg - brauchen etwas länger. Unmögliches erledigen die Eisernen sofort. Wie die Blitzheilung von Unions Michael Parensen (24). Der Mittelfeldackerer will am Freitag gegen Osnabrück spielen! Nur sechs Tage nach dem Schädel-Hirn-Trauma nach seinem Zusammenprall mit Herthas Peter Niemeyer!Mit strahlendem Gesicht fuhr Michael Parensen gestern in seinem BMW-Cabrio am Trainingsplatz in der Wuhlheide vor. Zurück vom Doc. Mit jeder Menge guter Laune im Gepäck. Seine Kollegen ackerte da schon auf dem grünen Rasen."Ich fühle mich gut. Spüre keine Schmerzen. Alles normal", freute sich Unions Mittelfeld-Allzweckwaffe darüber, dass ihm die Mediziner Grünes Licht gegeben haben. Und dies sogar für einen Einsatz am Freitag gegen den VfL Osnabrück (18 Uhr/Alte Försterei).Gestern trat er noch etwas kürzer, stieg mit leichtem Lauftraining wieder ins Tagesgeschäft ein. Heute soll es dann beim Geheimtraining ab 14 Uhr richtig zur Sache gehen. "Wenn ich dabei keine Kopfschmerzen oder andere Schwierigkeiten bekomme, sehe ich kein Problem für Freitag. Bei Kopfbällen werde ich mich vielleicht noch etwas zurückhalten. Sonst aber ist alles okay", meinte der aus der Dortmunder Fußballschule stammende Ex-Kölner.Wäre ja auch zu bitter gewesen, wenn der eiserne Seuchenvogel schon wieder eine Zwangspause hätte einlegen müssen. Erst die zweifache Kniegeschichte, nun die Gehirnerschütterung nach dem Zusammenprall mit Niemeyers Dickschädel. "Ist schon etwas kurios. Eigentlich bin ich kein Pechvogel", so Parensen. Auch Trainer Uwe Neuhaus hofft, dass das Pech aufgebraucht ist. Der eiserne Chefcoach mag auf sein Kampfschwein nicht verzichten.------------------------------
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