Adel macht Quote: Mehr als zehn Millionen Zuschauer saßen bei der Hochzeit von Englands Prinz William mit seiner Kate vor der Glotze, bei Albert von Monaco und Charlene immerhin noch 6 Millionen. Am 27. August, wenn der Ur-Ur-Enkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. in der Potsdamer Friedenskirche sein Ja-Wort gibt, überträgt der RBB ab 11 Uhr drei Stunden live.
Das sei „Adels-Kult“, wettert der Linken-Abgeordnete Stefan Ludwig. Der designierte Landes-Parteichef kritisiert, dass sich der Aufwand – RBB-Moderatorin Tatjana Jury und Adels-Experte Rolf Seelmann-Eggebert kommentieren das Ereignis – angesichts der klammen Kasse des Senders verbiete.
Platz 10: Prinzessin Eugenie, die jüngste Tochter von Prinz Andrew und Fergie
© Getty Images Lizenz
Platz 9: Prinzessin Fiona aus dem Trickfilm "Shrek"
© zVg Lizenz
Platz 8: Prinzessin Beatrice von York (rechts): Hier neben Prinzessin Eugenie
© AP Lizenz
Platz 7: König Henry VIII.
© Lizenz
Platz 6: Prinz Andrew von England
© AP Lizenz
Platz 5: Prinz Philip Andrew, Duke of Edinburgh, der Prinzgemahl der britischen Königin Elizabeth II.
© POOL Lizenz
Platz 4: Die Königin der Herzen (Alice im Wunderland)
© AP Lizenz
Platz 3: Die britische Prinzessin Camilla Mountbatten-Windsor, Herzogin von Cornwall. Sie ist die Ehefrau von Prinz Charles (links)
© Getty Images Lizenz
Platz 2: Sarah Ferguson, Herzogin von York
© AP Lizenz
Platz 1: Prinzessin Anne
© AP Lizenz
Der Berliner SPD-Abgeordnete Frank Zimmermann sitzt im Rundfunkrat des Senders. Er findet die Übertragung, die mit der Ankunft von 700 Gästen beginnt, „grenzwertig“. Er wolle sich nicht in die Programmgestaltung einmischen, „aber ich frage mich, ob man diesem Ereignis so viel Aufmerksamkeit widmen muss“.
RBB-Sprecher Justus Demmer wies die Kritik zurück: „Wir wollen den unterschiedlichen Interessen der Zuschauer gerecht werden.“ Die Kosten verriet er nicht.
Prinz Georg Friedrich (Anrede: „Seine kaiserliche Hoheit“) wurde schon mit 18 Jahren Chef des Hauses Hohenzollern. Der Gebirgsjäger (Major) arbeitet in einer Firma, die an Unis gemachte Erfindungen verwertet, ist Vorsitzender der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“ und kümmert sich mit der „Kira von Preußen Stiftung“ um sozial schwache Berliner Kinder. SAL
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com