Die Schweden hatten die Hamburger Balzac-Kette vor zwei Jahren übernommen, treten jetzt in Berlin unter eigenem Namen auf. Der Plan: Von Prenzlauer Berg aus soll Berlin erobert werden.
Die Strategie dafür haben die Skandinavier vielhundertfach erprobt. Mit nordischer Landhaus-Gemütlichkeit im Ambiente wie aus dem Ikea-Musterbau und schwedischen Spezialitäten soll die verwöhnte Berliner Kaffee-Gemeinde überzeugt werden. „Für viele Gäste sind unsere Shops ein zweites Zuhause“, sagt Nikolas Niebuhr, Deutschlandchef der Kette.
Zimtschnecken, Blaubeerkuchen und Chocolateballs
Mit Zimtschnecken, Blaubeerkuchen und Chocolateballs will sich Espresso House von der Konkurrenz unterscheiden. Außerdem gibt es Salate, Wraps, Focaccias, Bagels.
Als besonders wird indes der Kaffee hervorgehoben. Dieser werde zubereitet von Baristas, die dafür die hauseigene Akademie absolviert haben. Die Bohnen röstet die Firma in der eigenen Rösterei in Schweden. Natürlich geht es um „den besten Kaffee der Welt“. Niebuhr geht fest davon aus, dass der Umsatz in der Filiale an der Schönhauser Allee um „mehr als 20 Prozent“ zulegen wird.
Zum Inventar zählen seltsame Lampen über den Tischen.
© Espresso House
Bis Ende 2020 sollen auch die restlichen Berliner Balzac-Filialen zu Espresso-House-Cafés umgestaltet werden. Im September ist die am Naturkundemuseum an der Reihe. Im Oktober folgen zwei Cafés in Steglitz und am Potsdamer Platz. Von 2020 an sollen pro Jahr fünf Filialen neu öffnen.
Espresso House startete 1996 mit einem Café in Schweden, hat heute 430 in Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark und Deutschland. Man zählt täglich mehr als 90 000 Besucher. Eigentümer ist die in Luxemburg ansässige, zuletzt mit einem hohen dreistelligen Millionenverlust belastete JAB Holding Company der deutschen Reimann-Familie, der die Marken Jacobs, Dr. Pepper, Senseo und Tassimo gehören.
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