Kältester Februar seit Jahren

Wetterexperte rechnet jetzt sogar mit Winter-März!

Nach neuesten Prognosen stürzen die Temperaturen bis Ende Februar nochmals ab.

Jo Studnik
Lesezeit 3 Min
Der zugefrorene Boddenhafen bei Wustrow: Auch in unserer Region peilt der Frost in der kommenden Woche neue Tiefstwerte an.

Der zugefrorene Boddenhafen bei Wustrow: Auch in unserer Region peilt der Frost in der kommenden Woche neue Tiefstwerte an.

© dpa

Kältester Februar seit 2012

„Der Februar ist zur Halbzeit rund 1 Grad kälter als im langjährigen Durchschnitt und damit der kälteste Februar seit 2012", erklärt Dominik Jung. Der Wetterexperte rechnet zwar in den kommenden Tagen mit leicht milderen Werten, doch kommende Woche gehen die Temperaturen wieder in den Sturzflug. Bis zu minus elf Grad erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) zum Monatsende in unserer Region.

Dabei waren Ende Januar bei uns schon fast frühlingshafte Werte von bis zu zwölf Grad in Berlin gemessen worden. Doch von zweistelligen Höchstwerten können wir derzeit bei uns nur träumen. 

Ganz im Gegenteil droht in unserer Region laut DWD nach nach einem kühl-sonnigen Mittwoch (maximal vier Grad) und einer eisigen Nacht bei Tiefstwerten von minus acht Grad am Donnerstag Glätte-Chaos. Der Tag beginnt zwar sonnig, doch nach und nach verdichtet sich die Bewölkung. Bei Höchsttemperaturen zwischen drei und sechs Grad setzt am Abend zunächst in der Prignitz Schneeregen ein.

Die Wetterlage am Donnerstag: Vom Westen her nähern sich neue Niederschläge, die bei uns teils als Schnee, teils als Regen abgehen.

Die Wetterlage am Donnerstag: Vom Westen her nähern sich neue Niederschläge, die bei uns teils als Schnee, teils als Regen abgehen.

© wetter.net

Später ziehen bei weiter sinkenden Temperaturen Niederschläge ostwärts hinweg, teils als Schnee, teils als Regen. Bei Tiefstwerten um den Gefrierpunkt wird die Nässe stellenweise überfrieren, und die nächsten Rutschpartien stehen an.

Zum Wochenende hin können wir durchatmen: Der Freitag beginnt zwar wolkig, doch dann setzt sich mehr und mehr die Sonne durch - bei angenehmen Höchstwerten von bis zu acht Grad. Nachts sinken die Temperaturen zwar auf bis zu minus Grad, doch nach einem trockenen Tag droht Glätte nur an dunklen Randstellen, etwa auf Waldwegen oder schattigen Brücken.

Bald wieder zweistellige Tiefstwerte

Trocken, wenn auch wolkig verspricht der Sonnabend zu werden: Tagsüber bis zu sieben und nachts bis zu minus vier Grad erwartet der DIW. Von da an geht es jedoch abwärts, vor allem mit den Tiefstwerten: Tag für Tag werden die Nächte eisiger, bis sie womöglich zum Monatsende wieder zweistellig im Frostbereich landen.

Der NOAA-Trend für den März: Eher zu kalt als zu warm.

Der NOAA-Trend für den März: Eher zu kalt als zu warm.

© NOAA

Und ebenso frostig könnte die Winterreise im März fortschreiten: Wetterexperte Jung verweist auf den jüngsten Klimatrend des US-Wetterdienstes NOAA. Dieser hat nämlich die im März bei uns zu erwartenden Temperaturen deutlich nach unten korrigiert. Statt ein bis zwei Grad zu warm wird der März wohl eher „durchschnittlich“ oder sogar leicht zu kalt ausfallen. Jung spricht schon von einem „Märzwinter“. Umgekehrt müssen wir wohl derzeit alle Hoffnungen auf einen bald nahenden Frühling fahren lassen. JSt

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