Kälteste Tage stehen uns bevor

Müssen wir noch bis Ostern bibbern?

Die Prognosen werden immer frostiger: Die kältesten Tage dieses Winters stehen bevor.

Jo Studnik
Lesezeit 3 Min
Eine alte Bauernregel besagt: „Weihnachten im Klee, Ostern im Schnee“.

Eine alte Bauernregel besagt: „Weihnachten im Klee, Ostern im Schnee“.

© imago/Roland Mühlanger

Der US-Wetterdienst NOAA hat seinen Klimatrend für den März deutlich nach unten korrigiert, in weiten Teilen Europas und auch in Deutschland könnte der März demnach deutlich kälter als normal ausfallen:

Der US-Wetterdienst NOAA hat seinen Klimatrend für den März deutlich nach unten korrigiert, in weiten Teilen Europas und auch in Deutschland könnte der März demnach deutlich kälter als normal ausfallen:

© NOAA

Und das ausgerechnet um die Zeit, die am 1. März den meteorologischen Frühling einläutet. Jung verweist auf den Klimatrend der fachkundigen US-Wetterbehörde NOAA: Diese hat nämlich gerade ihren Klimatrend für Deutschland einmal mehr nach unten korrigiert, nachdem diese vor rund 10 Tagen bereits einen durchschnittlichen bis leicht zu kalten März  berechnet hatte. Nun könnte der Monat sogar deutlich kälter als normal ausfallen. 

Zeichen stehen auf Märzwinter

Derzeit erwarten die NOAA-Experten bei uns Temperaturen, die 1 bis 2 Grad unter dem langjährigen Durchschnitt liegen, weiter nördlich in Skandinavien sogar um 3 Grad kälter als normal. „Demnach könnten die Wetterzeichen auf Märzwinter stehen." 

Ob wir sogar bis Ostern bibbern müssen? Da will sich Jung nicht festlegen, erinnert jedoch an die Bauernregel: „Weihnachten im Klee, Ostern im Schnee“.

Am Montagmorgen zweistellige Minuswerte

Am Montagmorgen sollte man sich wirklich gut warm anziehen, wenn man morgens aus dem Haus geht: die Frühwerte liegen vielfach im zweistelligen negativen Bereich. 

Am Montagmorgen sollte man sich wirklich gut warm anziehen, wenn man morgens aus dem Haus geht: die Frühwerte liegen vielfach im zweistelligen negativen Bereich. 

© wetterdata.de/wetter.net

Auch wenn die Bibberkälte uns erst am Wochenende entgegenbläst, rutschen die Temperaturen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in den Tagen zuvor in unserer Region schon spürbar ab: Bei klarem Himmel können wir zwar heute tagsüber bis zu fünf Grad erwarten, doch nachts rutschen die Werte schon auf bis zu minus sieben Grad ab.

Bis zu minus 12 Grad könnten die Nachtwerte laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in den kommenden Nächten herabsacken.

Bis zu minus 12 Grad könnten die Nachtwerte laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in den kommenden Nächten herabsacken.

© DWD

Am Mittwoch schaffen es die Höchstwerte nur noch knapp über den Gefrierpunkt, und ab Nachmittag ist mit leichten Schneeschauern in der Prignitz und in der Uckermark zu rechnen. Bis Freitag bleibt es trocken und kühl bei Höchstwerten von zwei bis drei Grad. Frostiger wird die Nacht zum Sonnabend mit Tiefstwerten von stellenweise nur noch minus neun Grad.

Eisiger Ostwind sorgt für Bibberkälte

Für die kommende Woche berechnen einige Wettermodelle, aber nicht alle, Dauerfrost in unserer Region. Selbst wenn es die Höchstwerte über den Gefrierpunkt hinaus schaffen sollten, bleibt es winterlich kalt, und die Nächte bleiben voraussichtlich eisig. Jung: „Der Winter hat noch lange nicht fertig. Ganz im Gegenteil: Er scheint erst jetzt so richtig aufzudrehen." 

Einen Märzwinter sieht Jung auf uns zukommen, denn die Erfahrung zeige: Bei so einem massiven Kaltlufteinbruch dauert es eine ganze Weile bis sich die Temperaturen wieder erholen und auf für die Jahreszeit normale Werte ansteigen.

Und noch ein Problem kommt hinzu: Die Kälte strömt zu uns in Gestalt von Ostwind mit Böen zwischen 25 und 35 km/h - dies führt dazu, dass sich die gemessenen Temperaturen noch weitaus tiefer anfühlen. Jung nennt ein Beispiel: Zeigt das Thermometer minus fünf Grad an und weht der Wind mit 35 km/h, fühlt sich das fast so kalt an, als hätten wir minus 14 Grad! JSt

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