Die Zentralbühne wird in die Ecke gedrängt. Die Tour heißt "The Man in the Woods" - und so schlängeln sich die Bühnenplanken wie Waldpfade quer durch die Halle. Mit Bäumen, Gras wächst aus dem Boden. Von der Decke fallen riesige durchscheinende Gazestreifen, auf die Videos und die Show projiziert werden. Und Justin Timberlake ist, fast wie in der Fabel von Hase und Igel überall, fast gleichzeitig. Und ist so den Fans ganz nah, gibt jedem das Gefühl, nur für ihn zu singen. Händeabklatschend, mitten unter den Fans tanzend.
15 exzellente Funk-Musiker und sechs Tänzer hat er an Bord, die ihm über die Planken folgen. 26 Hits von "Filthy" bis zu "Can't stop the feeling". Irgendwann sitzen alle mitten im Wald, um ein echtes, qualmendes Lagerfeuer herum, und jammen. Zu Musik von Fleetwood Mac, John Denver und den Beatles. Justin Timberlake (im Holzfällerhemd) greift zur Gitarre - und man hat das Gefühl, das ihm das wirklich Spaß macht. Und 13.000 Fans in der Mercedes-Benz-Arena lassen sich wie Rotkäppchen vom (guten) Wolf verführen. Großes Hollywood-Popkino.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com