Jungen im Internat missbraucht? Mutmaßliches Opfer wirft Martin Bormann Vergewaltigung vor

Sohn von Hitlers Sekretär

BK
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Salzburg - Sein Vater war ein Vorzeige-Nazi. Adolf Hitler sein Pate. Martin Bormann (80), Sohn des gleichnamigen Hitler-Sekretärs, trat bisher immer schillernd aus dem Schatten des väterlichen Verbrechens. Doch nun soll auch er ein schwarzes Kapitel in seiner Vergangenheit haben. Ein früherer Zögling beschuldigt ihn des mehrfachen Kindesmissbrauchs.Bormann Junior engagierte sich für Holocaust-Opfer, trat immer wieder im TV auf, setzte sich aktiv mit der Vergangenheit auseinander. Doch, wie weiß ist die Weste des einstigen Priesters wirklich? In den 60er-Jahren war er Erzieher in einem Elitegymnasium der Herz Jesu-Missionare in Salzburg. Als "sportlich-gestählt, jähzornig und brutal" beschreiben ihn seine ehemaligen Schüler. Laut Aussage von drei Ex-Zöglingen habe er Jungen blutig geschlagen, sogar bis zur Ohnmacht!Eins der mutmaßlichen Opfer, ein 63-Jähriger berichtet, dass er an seinem dritten Schultag Bormann hätte oral befriedigen müssen. Die Zeit im Internat habe sein Leben verpfuscht. Bis heute könne er nicht selbstständig leben: "Ich war ein Bub, so klein, und dann ein Erwachsener, der Penis, so groß, was das für Schmerzen waren", sagte er gegenüber dem österreichischen Magazin "Profil". Der damals zwölfjährige Junge habe aus Angst geschwiegen. Nun will er eine Entschuldigung und die Gewissheit, dass alle von den Missbrauchsfällen wissen.Vom "Profil"-Magazin mit den Vorwürfen konfrontiert, kann Bormann sich an nichts erinnern. Seine Frau bietet ihm an, ein Entschuldigungs-Schreiben aufzusetzen. "Es muss in Ordnung gebracht werden, koste es, was es wolle", sagt sie. Doch Bormann, gezeichnet von langer Krankheit, will nicht mehr. Bormann wollte sich auf Anfrage des KURIER zu den Vorwürfen nicht äußern.------------------------------BU: Martin Bormann jr. soll Jungen im Gymnasium der Herz Jesu-Missionäre in Salzburg (r.) misshandelt haben.

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