Was anfangs wie ein Suizid aussah, rief schnell die Mordkommission auf den Plan. Mittwochabend, 21 Uhr, alarmierten Bewohner die Polizei in die Wassergasse 1, weil sie jemanden auf einem Vordach im Innenhof sahen, der sich nicht mehr regte.
„Die Frau war unbekleidet und überlebte schwer verletzt. Nach einer Notoperation muss sie intensivmedizinisch betreut werden“, erklärt eine Polizeisprecherin. Sicher ist ist: Die 23-Jährige hatte sich vorher in der Wohnung des Fünfgeschossers aufgehalten, aus der Zeugen laute Schreie hörten.
Und: Die nackte Frau soll keine Prostituierte sein. „Da die Frau an der Anschrift nicht gemeldet ist und es einen Streit gab, kann ein Fremdverschulden nicht ausgeschlossen werden“, sagt die Polizeisprecherin.
Es ist ein mysteriöser Fall, der viele Fragen aufwirft: Wurde die Frau aus dem Fester gestoßen oder sah sie aus Angst vor einem Peiniger keinen anderen Ausweg mehr? Ebenfalls nicht abwegig ist ein übermäßiger Drogenkonsum, der sie zu einem Sprung im Wahn animierte.
Auffällig: Die Frau kann die drei Meter bis zum Vordach nur geschafft haben, wenn sie entweder mit viel Schwung gesprungen oder mit viel Kraft geworfen wurde. Die Suche nach dem geflohenen Unbekannten wird zudem erschwert, weil die Wohngemeinschaft seit Jahren immer wieder inoffiziell weitervermietet wird. Die Polizei sucht deshalb weitere Zeugen.
Hinweise an Tel. 4664 911 111
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