Jürgen Röber

Nur keine Angst, Hertha!

Der ehemalige Erfolgscoach drückt im Duell mit seinem Ex-Verein die Daumen.

Wolfgang Heise
Lesezeit 2 Min
Als Coach feierte Jürgen Röber (r.) mit Spieler Pal Dardai (l.) Erfolge. Jetzt drückt er dem Trainer Pal die Daumen.  

Als Coach feierte Jürgen Röber (r.) mit Spieler Pal Dardai (l.) Erfolge. Jetzt drückt er dem Trainer Pal die Daumen.  

© Imago

Röber trainierte Hertha, aber auch den BVB. Wenn auch nur für vier Monate im Winter 2006/07. „Zu welchem Team ich halte, ist doch klar. Bei Hertha hatte ich meine schönste Zeit. In Dortmund lief es unglücklich. Wir hatten einfach damals in der Phase zu viele verletzte Spieler“, sagt der jetzige Sportdirektor des türkischen Erstligisten Osmanlispor.

„Pal macht das richtig gut."

Mit Stolz schaut er jetzt auf seinen früheren Musterschüler Dardai: „Pal macht das richtig gut. Er hat sich alles hart erarbeitet – früher als Spieler, jetzt als Trainer – und das sieht man auch an der Mannschaft. Hertha muss sich vor keinem Gegner verstecken. Wenn du Bayern Paroli bieten kannst, dann kannst du auch Dortmund Paroli bieten. Mit etwas Glück ist ein Sieg drin.“

Röber hievte die Blau-Weißen einmal in die Königsklasse und zwei Mal in den früheren Uefa-Cup. Die Europa League traut er Hertha jetzt wieder zu. „Es ist richtig, dass Pal und die Mannschaft in der Winterpause ein neues Ziel, Platz 6, formuliert haben. Ich fand es schon immer Blödsinn, wenn einige Klubs da immer herumgeeiert haben. Wenn du das Potenzial dafür hast, kannst du es auch sagen.“

Hertha hat sich herausgekämpft

So ist Röber, immer auf Angriff. So wünscht er sich auch seine Hertha im Saisonendspurt um die Euro-Plätze – angriffslustig und mutig. „Hertha hat am Anfang der Rückrunde etwas geschwächelt. Jetzt machen es auch andere Teams in der Bundesliga. Hertha hat sich herausgekämpft. Jetzt brauchst du eine kleine Siegesserie, dann kannst du die Europa-League schaffen“, wünscht sich Röber.

So eine Serie ist in der engen Liga dringend notwendig. „Da werden noch einige größere Klubs, die bisher enttäuscht haben, nach oben kommen. Ich glaube, Leverkusen könnte nach dem Trainerwechsel gefährlich werden. Taifun Korkut ist ein Guter, der wird bei Bayer im Endspurt Kräfte freisetzen.“

Das riecht nach einem Finale um einen Euro-Platz am letzten Spieltag in Leverkusen. Doch jetzt ist erstmal Dortmund dran. Röber: „Angst darf Hertha nicht vor dem BVB haben. Warum auch? Hertha ist wieder eine Heimmacht!“

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