Jetzt neuer Riesen-Rummel um Finanzminister Markov

Das Schießbuden-Kabinett des Matthias Platzeck

Gerhard Lehrke
Lesezeit 2 Min

Potsdam - Jutta Lieske (SPD) wurde krank. Rainer Speer (SPD) hatte erst Sex und dann ein Unterhaltsproblem. Holger Rupprecht (SPD) fuhr gratis BMW. Zack, war Matthias Platzeck (SPD) drei Minister los. Jetzt wackeln zwei weitere: Helmuth Markov und Ralf Christoffers (beide Linke).Seit der Regierungsbildung Ende 2009 kam Brandenburgs Ministerpräsident ein Drittel der Minister abhanden. Zunächst nur Sozialdemokraten, jetzt steht die Linke im Abwehrkampf. Aktuell dreht sich alles um Helmuth Markov: Der Finanzminister war Mitte der Woche wegen wiederholter Maulfaulheit gegenüber dem Parlament attackiert worden. Er hatte diesmal verschwiegen, dass die EU dem Land 2010 rund 200 Millionen Euro gesperrt hatte (KURIER berichtete).Heute muss er im Finanzausschuss aussagen, weil sein Ministerium in Potsdams City zwei Grundstücke billig vertickte. Bisherige Erklärungen erscheinen zwar auch CDU-Abgeordneten schlüssig, aber CDU-Generalsekretär Dieter Dombrowski bleibt skeptisch: "Bei der Krampnitzaffäre hieß es auch erst, alles sei in Ordnung, und jetzt ermittelt der Staatsanwalt."Christoffers' Zukunft ist auch nicht rosig: Teile der eigenen Partei wollten ihn kippen, weil er in der Frage der Kohlendioxid-Verpressung zu waschlappig war. Ihn soll nur gerettet haben, dass Platzeck nach Rupprecht nicht sofort noch einen Minister verlieren wollte.------------------------------BU: Weg: Holger RupprechtBU: Wackelt: Helmuth Markov

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