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Anwohner sollten Fenster schließen

Großbrand in Reinickendorf: Kita geräumt, Dach eingestürzt!

In einer Lagerhalle in der Gotthardstraße 92 ist ein Großfeuer ausgebrochen. Die Feuerwehr war am späten Nachmittag mit 90 Kräften im Einsatz

Florian Thalmann Veronika Hohenstein fth
Aktualisiert am Lesezeit 2 Min
Großbrand in der Gotthardstraße 92.

Großbrand in der Gotthardstraße 92.

© KURIER-Leser Thomas Sobotzki

Großeinsatz für die Berliner Feuerwehr: Die Einsatzkräfte mussten am späten Donnerstagnachmittag einen Großbrand im Bezirk Reinickendorf bekämpfen. Laut Berichten stand eine Lagerhalle eines Online-Versandhandels für Heimtierbedarf in der Gotthardstraße in Flammen – die Straße war in beiden Richtungen zwischen Scharnweberstraße und Holländerstraße gesperrt.

Lagerhalle in Reinickendorf in Flammen – Mitarbeiter informierten die Feuerwehr

„Es brennt in einer ehemaligen Verkaufsstätte“, sagt Mario Witt, Pressesprecher der Berliner Feuerwehr, dem KURIER. Anwesende Mitarbeiter hätten den Brand bemerkt und die Brandbekämpfer informiert, hieß es später in einer Mitteilung der Berliner Feuerwehr.  „Die Mitarbeiter brachten sich eigenständig in Sicherheit und blieben unverletzt“, teilen die Einsatzkräfte mit. Das Feuer habe schnell das gesamte Gebäude erfasst - die rund 600 Quadratmeter große Lagerhalle habe schon nach kurzer Zeit in Vollbrand gestanden.

„Die Rauchsäule war im Norden Berlins weitreichend sichtbar, führte im Nahbereich jedoch nur zu einer Geruchsbelästigung, sodass wir empfahlen, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimaanlagen abzustellen“, so die Feuerwehr weiter. Glück im Unglück: Der Wind stand günstig, sodass der Qualm nicht in die benachbarten Wohngebäude zog, diese nicht evakuiert werden mussten. Vorsorglich wurden allerdings Kinder und Mitarbeiter aus zwei Kitas in der Nähe in Sicherheit gebracht.

Aufgrund der Rauchentwicklung sollten Anwohner die Fenster schließen und Klimaanlagen abschalten.

Aufgrund der Rauchentwicklung sollten Anwohner die Fenster schließen und Klimaanlagen abschalten.

© Pressefoto Wagner

Die Löscharbeiten gestalteten sich allerdings schwierig: „Aufgrund der Bauweise und des massiven Brandumfangs bestand Einsturzgefahr, so dass wir nicht zur Brandbekämpfung in das Gebäude vorgehen konnten, sondern von außen löschten. Teile der Dachkonstruktion stürzten zwischenzeitlich auch ein“, teilt die Feuerwehr mit. Auch Pressesprecher Mario Witt bestätigte: „Das ist ein Vollbrand, das Gebäude können wir derzeit nicht betreten.“

Mehrere Hundert Meter Schlauch mussten verlegt werden, um genug Wasser zur brennenden Lagerhalle zu bekommen. Auch eine Drohne kam zum Einsatz, um Brandnester zu finden und gezielt zu löschen. „Insgesamt waren wir mit 90 Einsatzkräften vor Ort tätig, wovon 28 unter Atemschutz eingesetzt wurden.“ Laut Berliner Feuerwehr dauerten die Nachlöscharbeiten bis in die Nacht. ■

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