Jason (17): Freunde verstehen nicht, wie aus dem Fußballer ein Schläger wurde

Klaus Oberst Marcus Böttcher
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Lichtenberg - Die Schule "Am Rathaus" in Lichtenberg. Ein armer Kiez, jeder zweite Schüler hat einen Migrationshintergrund. Viele stammen aus zerrütteten Familien.Die Familie von Jason (17), der erste festgenommene U-Bahn-Schläger, scheint auf den ersten Blick intakt. Er wohnt bei seinen Eltern, Mama Kenianerin, Papa Deutscher, in behüteten Verhältnissen in der Rhinstraße. "Eigentlich war er immer ein netter, hilfsbereiter Jugendlicher", behauptet einer seiner besten Freunde. Und: "Er hat sich nie etwas zuschulden kommen lassen, trank nie Alkohol, kam nicht mit Drogen in Berührung." Wahrheit oder Wunschdenken? Denn Jasons Brutalität auf dem Bahnsteig der U5 spricht gegen die Darstellung des sympathischen Jüngelchens. Der Kumpel kann sich nicht erklären, wie aus dem ach so braven Jason ein so aggressiver Schläger wurde.Jetzt ist sein Leben verpfuscht. Wie lange er hinter Gitter muss, entscheiden Richter. Sobald wird er seine Freundin (15) nicht wiedersehen. Auch die Schulkameraden (Jason blieb einmal sitzen) aus der 9. Klasse nicht, das große Hobby Fußball ist erstmal passé.------------------------------BU: Jason hetzt hinter seinem Opfer hinterher.

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