Erinnerung und Politik

65 Jahre Mauerbau: Diese Partei machte das Gedenken zur Wahlkampfbühne

Bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der Berliner Mauer wurde über die „bröckelnde Brandmauer“ gesprochen. Ein Kommentar.

Foto von Autor/Autorin: Paula Hitzemann
Lesezeit 5 Min
1989 rissen Menschen die echte Mauer eigenhändig ein.

1989 rissen Menschen die echte Mauer eigenhändig ein.

© Yuriy Somov/IMAGO

Ich stolperte vergangene Woche in eine Gedenkveranstaltung zum 65. Jahrestag des Mauerbaus am Brandenburger Tor. Ich dachte, es würde an die Menschen erinnert werden, die Unterdrückung, Leid oder Flucht in der DDR erlebt haben oder an der Mauer starben. Stattdessen wurde aus dem Gedenken an die Berliner Mauer eine Bühne für die „Brandmauer“. Das war nicht mehr nur Erinnerungspolitik, sondern politische Vereinnahmung.

Berliner Kurier

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