Ich stolperte vergangene Woche in eine Gedenkveranstaltung zum 65. Jahrestag des Mauerbaus am Brandenburger Tor. Ich dachte, es würde an die Menschen erinnert werden, die Unterdrückung, Leid oder Flucht in der DDR erlebt haben oder an der Mauer starben. Stattdessen wurde aus dem Gedenken an die Berliner Mauer eine Bühne für die „Brandmauer“. Das war nicht mehr nur Erinnerungspolitik, sondern politische Vereinnahmung.
1989 rissen Menschen die echte Mauer eigenhändig ein.
© Yuriy Somov/IMAGO
Mit einem Abo weiterlesen
Sie haben bereits ein BK+ Abo?
*