Jaaaaa! Union feiert Chinedu Ede, den Sieg-Torschützen in Duisburg

Ede sei der Mensch, torgeil und gut

Mathias Bunkus
Lesezeit 2 Min

Duisburg - Was für ein Nachmittag für die Eisernen. Welch ein Jubel. 1:0 gewonnen beim MSV Duisburg. Wieder rupfte der 1. FC Union ein blau-weißes Team. Und völlig verdient durch das Tor von Chinedu Ede. Fast möchte man frei nach Goethe ausrufen: Ede sei der Mensch, torgeil und gut!"Ein Tor bei seinem Ex-Verein. Dazu noch per Kopf. Unglaublich. Heute hat alles gepasst", lobte Trainer Uwe Neuhaus nach dem Schlusspfiff den goldigen Schützen.Mit genau der Torgeilheit, die in den Wochen zuvor im eisernen Gesamtgefüge vermisst wurde, hatte der Ex-Duisburger den bereits abgeblockten Schuss von Dominic Peitz noch über die Linie gedrückt (35.). Genau in dem Moment, als man schon verzweifeln wollte, dass die viel größere Chance von Santi Kolk zuvor von Yelldell noch irgendwie pariert worden war. Ede wirbelt inzwischen nicht mehr nur, er macht auch wichtige Buden. Jetzt schon vier!"Es ist ein schönes Gefühl", meinte der Torschütze mit einem Gesicht wie sieben Tage Regenwetter, weil er einen Interviewmarathon absolvieren musste. Öffentliche Beweihräucherungen sind eben nicht sein Ding. Er will lieber Taten sprechen lassen.Es hat in der Tat alles gepasst an diesem Nachmittag. Hinten agierte Christian Stuff so souverän, dass man MSV-Maierhofer das Prädikat Torjäger a. D. verleihen wollte. An seiner Seite wurde Ahmed Madouni bei seinem Comeback zunehmend sicherer.Im Mittelfeld wurden die Räume so eng gemacht, dass Duisburg keine Lücken fand. Auch die Offensivabteilung um Torsten Mattuschka, Kolk oder zur zweiten Halbzeit Björn Brunnemann leisteten da tolle Arbeit. Aus dieser kompakten Ordnung heraus ließ man den MSV immer wieder laufen, sich abarbeiten.Der einzige Wermutstropfen, die Knieverletzung von Patrick Kohlmann, wurde auch weggesteckt. Sehr souverän. Denn der befürchtete Einbruch durch die erzwungenen Umstellungen blieb nach der Pause aus. Die Hausherren kamen zwar etwas auf, aber nicht wirklich ins Spiel.Erst der Auswärtserfolg bei der blau-weißen Hertha (2:1), nun der Sieg bei den blau-weißen Zebras. Rot-Weiß ist heiß auf Blau-Weiß! Schade nur, dass es nur noch zwei Auswärtspartien bei blau-weißen Teams gibt. Die sind mit Bochum (32. Spieltag) und Karlsruhe (34.) so weit entfernt, dass die Köpenicker bis dahin den Klassenerhalt längst unter Dach und Fach gebracht haben sollten.------------------------------0:1

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