INDONESIEN: Natalia (16) ist eigens aus Breslau zur ITB in Berlin gereist, um sich aus erster Hand über Indonesien zu informieren. Aber China und Japan reizen sie auch.
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Die Aussteller in der Türkei-Halle starren gelangweilt auf ihre Handys. Erst als wir, die KURIER-Reporter, mit Foto- und Videokameras auftauchen, werden sie munter. Die Türkei mag die Pressefreiheit mit Füßen treten, aber auf der Messe will man gut ankommen. Auch bei den Besuchern Christina Schrader (46) und Knut Jensen (55), die trotz allem eine Türkei-Reise planen. Sie sagen: „Land und Leute sind einfach wunderbar, wir wollen ja nicht mit Erdogan Kaffee trinken.“
Ohnehin zeigt die ITB, dass selbst Konflikte von globalem Ausmaß auch mal vorübergehen: So präsentieren sich die USA gleich neben Russland – früher undenkbar. Viele Touris zieht es ins ehemalige Sowjet-Reich: Gernot (59) und Jacqueline Funk (51) planen für 2017 eine Reise nach Kirgisistan und eine nach Aserbaidschan. Sie schwärmen: „Gerade Baku ist eine reizvolle Stadt, die sich toll entwickelt hat. Und dann das Kaspische Meer – wundervoll!“
TÜRKEI. Trotz Erdogan-Krise reisen Christina Schrader (46) und Knut Jensen (55) wieder in ihr Lieblingsland.
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Meer, Meer, Meer: Das ist ganz offenbar das Stichwort des Jahres. Die Asien-Stände, an denen es Infos zu Schnorchel-Touren & Co. gibt, gehören zu den meistbesuchten. „Ich fliege bald nach Thailand“, sagt Anja Kiesewalter (30) aus Dresden, während sie schon mal auf einem Flugzeug-Sitz der Airline „United Polaris“ probesitzt.
Indonesien, Island, Kanada, Algerien, Spanien, Usbekistan: Wir bekommen manch Reisewunsch zu hören. Michaela (24) aus Kreuzberg probiert scharfes Essen am Koreastand, fliegt 2017 aber nach Argentinien und träumt schon vom Iran.
Reise-Experten sehen die Gesamtlage so: Wegen des Andrangs auf Balearen und Kanaren setzen Veranstalter mehr auf das spanische Festland. Italien will verstärkt Orte abseits der klassischen Reiseziele fördern. Die Schweiz rührt derzeit die Werbetrommel für Touren zu den heimischen Wildtieren. Und Griechenland wird dieses Jahr ein Comeback zugetraut.
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