Im schwarzen Kaftan saß Fatih K. (36) aus Kreuzberg auf der Anklagebank. Er musste sich schon 2011 vor dem Strafsenat als radikaler Islamist verantworten, beteuerte damals Reue, kam mit 22 Monaten Haft davon. Nun warf der Vollbärtige seine Wallemähne zurück, grinste erst Richtung Zuschauer und blieb dann demonstrativ sitzen, als die Richter den Saal betraten.
Der zweite Terror-Verdächtige ist Fatih I. (27). Ein Mann aus Hessen, der zuletzt als Gepäckfahrer auf dem Flughafen Frankfurt am Main gearbeitet hat. Wie K. stammt er aus einer türkischen Familie.
Sie sollen im Juni 2013 für eine paramilitärische Ausbildung von Deutschland nach Syrien gereist sein. Aus Sicht der Bundesanwaltschaft waren sie Mitglieder der Terror-Miliz „Junud Al-Sham“. K. habe „mit einem Sturmgewehr AK 47 bewaffnet an Kämpfen teilgenommen“, so die Anklage. I. habe der Terrorgruppe 30.000 Euro zugeschanzt – 25.000 Euro aus einem Bank-Betrug.
Die Syrien-Rückkehrer wurden am 31. März 2014 verhaftet. Jetzt der Prozess, der sich über Monate hinziehen wird.
K.s Anwälte legten mit Anträgen los: Sie verlangten die Einstellung des Verfahrens und erklärten, außerdem halte K. drei der fünf Richter für befangen.
Er befürchte, sie könnten wegen seiner Religion nicht neutral sein. Fortsetzung am Donnerstag. KE.
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