„1 Tüte á 7 Stück entspricht bis zu 21 Orgasmen“ – so steht es auf den Kondomtüten der Firma „Einhorn“. Waldemar Zeiler und Philip Siefer, Gründer des Berliner Startups, wollten ein witziges Marketingkonzept schaffen – einem Konkurrenten fehlte der Humor. Er legte Beschwerde gegen den Spruch ein. Die Formulierung suggeriere, man könne ein Kondom dreimal nutzen.
Gemeint ist es anders: Beim Sex mit Gummi sollten beide Partner zum Orgasmus kommen. Wenn es gut läuft, sogar mehrmals. Der Konkurrent wollte gegen den Spruch eine einstweilige Verfügung erwirken – das Düsseldorfer Landgericht gab ihm jetzt Recht! „Wir waren schockiert“, so Siefer zum KURIER. „Es ist schon absurd, dass so ein Urteil möglich ist.“
Pikant: Die Richterin entschied damit, dass beim Sex mit Kondom nur einer der Partner einen Höhepunkt haben darf. „Paare müssen vorher eine Münze werfen oder den Gummi wechseln“, sagt Siefer. Die Jungunternehmer legten Widerspruch ein, Ende Oktober steht eine neue Verhandlung an. Bis dahin darf der Spruch nicht verwendet werden.
„Wir setzten uns mit Freunden hin, übermalten die Zeilen auf allen Packungen mit Edding“, sagt Siefer. Aufgeben wollen die Berliner aber nicht. Kommende Woche schicken sie Kondome mit einem Wetterballon ins Weltall – um einen ganz neuen Höhepunkt zu erreichen.
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