Freudig und erleichtert war auch Paul Drux nach dem Spiel: „Ich weiß auch nicht genau, wie wir das geschafft haben. Wir haben einfach daran geglaubt.“ Und Fabian Wiede jubelte: „Sau geil. Unglaublich. Ich habe kaum Worte dafür. Jeder hat wirklich alles gegeben und aus sich rausgeholt.”
Als der entscheidende Treffer in der Verlängerung fiel, brachen auf der F+üchse-Bank alle Dämme
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Es war der Kampf der Giganten: Amtierender Europapokalsieger gegen den deutschen Pokalsieger, Vize-Vereinsmeister gegen DHB-Vizemeister. Von Anfang an schenkten sich beide Mannschaften nichts: auf Tor folgte Gegentor, Foul auf Foul, nur die Paraden fehlten.
Obwohl die Löwen zunächst mit zwei Toren in Vorsprung gingen, glichen die Berliner schnell aus und gingen in der 14. Minute erstmals in Führung. Doch die Mannheimer stellten wieder auf pari und konnten sich nach 25 Minuten sogar mit fünf Toren absetzen – nicht zuletzt aufgrund einiger unglücklicher Schiedsrichter-Entscheidungen gegen die Füchse.
6405 Fans peitschen Füchse ins Final Four
Mit 6405 Fans im Rücken kämpften sich die Füchse allerdings wieder heran und konnten zur Halbzeit wenigstens auf minus drei stellen.
In der zweiten Spielzeit ging die Aufholjagd weiter. Fredrik Genz setzte im Tor frische Impulse und im Rückraum koordinierten Fabian Wiede und Mattias Zachrisson das Geschehen.
Fünf Minuten vor Schluss lagen die Füchse dann aber doch wieder mit vier Toren zurück, konnten sich aber erneut aufrappeln. Bei 29:30 erkämpfte Johan Koch kurz vor der Schlusssirene dann einen letzten Strafwurf - und den nahm sich Hans Lindberg. Der dänische Superstar blieb ganz abgezockt, verwandelte mit einem völlig irren Heber und rettete seine Füchse überhaupt erst in die Verlängerung. Keeper Silvio Heinevetter: „Nervenstärke ist Hans' zweiter Vorname. Unglaublich. Er und Genz, der von der Bank kam und super hält, haben uns gerettet.”
Lindberg: „Wir haben an uns geglaubt!”
In der Nachspielzeit ließen die Füchse dann keine Zweifel mehr aufkommen und sicherten sich das Ticket nach Hamburg. Matchwinner Hans Lindberg war danach mehr als zufrieden: „Wir haben zu Beginn keinen richtigen Zugriff in der Abwehr gehabt und erst die letzten fünf Minuten richtig funktioniert. Doch wir haben an uns geglaubt und das Glück gesucht.“ – und gefunden!
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