Die Eisernen mussten sich zum Auftakt beim FSV Frankfurt mit einem selbstverschuldeten 1:1 (1:0) begnügen und hatten am Ende Glück, nicht mit leeren Händen dastehen zu müssen. Die Partie hielt lange nicht, was die bombastische Einlaufmusik („Piraten der Karibik“) versprochen hatte. „Viele Chancen gab es nicht“, so FSV-Coach Hans-Jürgen Boysen. Ein kurzer Aufreger gleich zu Beginn, als Marcel Höttecke einen Schuss aus spitzen Winkel vom danach lange Zeit abtauchenden Benyamina zur Ecke lenkte.
Dann Silvios Treffer vom Strafstoßpunkt (40.), nachdem er den Elfer zuvor selber rausgeholt hatte. Union hatte das Spiel im Griff, auch und vor allem den Ex-Kollegen Benyamina („Ich wusste, dass ich gegen die langen Kerls wenig Chancen bekomme“), konnte vorne den Sack aber nicht zubinden.
Am größten war das Bedauern bei Unions Rekordtorjäger Karim Benyamina (87 Pflichtspieltreffer), dem die eisernen Bosse einen Wechsel aufdrängten. Der 29-Jährige kam beim Liga-Konkurrenten FSV Frankfurt unter. Womit er – neben Aufsteiger Dominic Peitz – der Einzige ist, der das Niveau halten konnte.
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Dass Santi Kolk durch seine Flucht zu NAC Breda den Gehaltsetat für geschätzte 22 000 Euro im Monat entlastet, ist ja hinlänglich bekannt. Sollte Breda ihn behalten wollen, bekäme Union im Sommer 2012 sogar eine Ablösesumme. Falls man selber den Klassenerhalt schafft.
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Björn Brunnemann ist derzeit arbeitslos. Kein Zweitligist wollte die rund 18.000 Euro Gehalt für einen stark verletzungsanfälligen Kicker berappen. In der Liga drunter gibt es deutlich weniger zu verdienen. Ergo muss der 30-Jährige deutliche Abstriche machen. Oder darauf hoffen, dass ein in Panik geratender Klub bis zum 31. August (Ende der Transferperiode) zuschlägt.
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Auch ohne Beschäftigung ist Macchambes Younga-Mouhani. Der mittlerweile 37-Jährige absolvierte zwar ein Probetraining bei Eintracht Trier. Aber der Regionalligist hatten nicht die Mittel, ihn zu verpflichten. Abwarten heißt die Devise für den vierfachen Familienvater.
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Diesem quälenden Prozess konnte zumindest Bernd Rauw entgehen. Erfurts Trainer Stefan Emmerling stand aus gemeinsamen Zeiten in Emden auf den sympathischen Belgier. Rauw soll jetzt den Abwehrchef bei den Thüringern geben.
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Kenan Sahin wechselte ins Ausland, verdingte sich beim türkischen Zweitligisten Denizlispor.
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Am besten hat es wohl noch Dominic Peitz getroffen. Für mindestens 12 Monate darf er beim FC Augsburg Bundesligaluft schnuppern. Und bislang sieht es so aus, als könnte er wirklichen einen Platz in der Startelf der Fuggerstädter erkämpfen. Zu gönnen wäre es dem 1,96 großen Mittelfeldspieler, der wie kaum ein Zweiter für ehrliche Arbeit bei den Eisernen gestanden hatte.
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Nicht alle hatten das Glück, weiterhin in Deutschland tätig sein zu dürfen. Paul Thomik wechselte zurück in seine Geburtsstadt Zabrze. Bei Gornik will er zusammen mit dem Ex-Unioner Michael Bemben (schon eine Saison da) über die rechte Seite so viel Druck machen, dass der polnische Erstligist diesmal nicht wie in der Vorsaison knapp an der Europa-League-Quali vorbeirutscht.
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Ersatz-Keeper Christoph Haker kam bei Regionalligist BAK unter. Die Weddinger werden langsam zum Sammelbecken von Alt-Unionern. Ronny Nikol spielt dort, der Trainer heißt Jens Härtel.
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Erst in der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Scheiterte zuvor Gueye mit einem gekonnten Heber über Höttecke an der Latte (76.), war dann Unions verjagter Rekord-Torschütze zur Stelle. Direkt angenommen, eiskalt zum Ausgleich unter die Latte gekloppt. Benyamina: „Genugtuung? Nein, keine Rache.“ Und gab dann doch zu, dass seine sehr emotionalen Gedanken in dieser Sekunde „nicht jugendfrei“ waren. Union-Trainer Uwe Neuhaus wollte lieber nicht verraten, was er in diesem Moment gedacht hatte ...
Beinahe wäre es noch böser gekommen. Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit fehlte Benymina eine halbe Schuhgröße, um die Kugel zu versenken. Und als Gueye, Frankfurts Bester, in der vierten Minute der Nachspielzeit einen Strafstoß in die Wolken setzte, ärgert sich Benyamina. „Ich hätte selber schießen sollen“, meinte der Deutsch-Algerier. Und konnte am Ende froh sein, es nicht getan zu haben. Denn sonst wäre er wohl kaum so freundlich von den Union-Fans in der Kurve nach dem Schlusspfiff empfangen worden ...
Silvio
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Tor des Monats? Unions Silvio traf im September mit dieser artistischen Einlage zum 2:1 gegen Ingolstadt.
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Folgendes Trio fehlt Trainer Uwe Neuhaus:
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Santi Kolk ist weg, ...
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... Tusche weiter verletzt und ...
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... Michael Parensen nicht voll belastbar.
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Auf seine fünf Neuzugänge kann sich Uwe Neuhaus verlassen. Alle spielen eine wichtige Rolle in seiner Planung.
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