KURIER am Sonntag: Herr Jaenicke, in "Hindenburg" treten Sie mit einem ungewöhnlichen Partner auf: Es ist der Schäferhund "Goldie", der auf Stichworthin die Pfote zum Hitler-Gruß hebt. War es schwer, ihm das beizubringen?Hannes Jaenicke: Es war hartes Training. Wir mussten ihn jedes Mal korrumpieren und mit einem Leckerli belohnen, damit er es richtig machte. Aber er hat es trotz seiner deutschen Abstammung nie kapiert, dass er die Pfote länger oben halten sollte - was ich sympathisch finde. Allerdings ist der Film so geschnitten, dass es nicht auffällt.Sie spielen einen bisexuellen, halbjüdischen, die Nazis verachtenden Provokateur. Gab es so eine Person an Bord der "Hindenburg"?Wir haben für die Rolle zwei echte Passagiere zu einer Person zusammengeschmolzen. Der eine war ein Contortionist, also ein Verrenkungskünstler, aus dem Elsass, der anschließend am Broadway eine erstaunliche Karriere gemacht hat. Der andere ein Berliner Schlagersänger und Varieté-Künstler.Sind Sie während des Drehs mal Zeppelin gefahren?Ich hätte das Gefühl gern mal erlebt, aber das ging beim Dreh natürlich nicht. Denn die gesamte "Hindenburg" gab es nur im Computer, lediglich das Innere war im Studio Köln-Ossendorf nachgebaut worden.Komödie, Krimi, Event-Film: Woran hängt ihr Herz besonders?Ich habe grundsätzlich immer Spaß an meiner Arbeit, egal was ich da mache.------------------------------
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