Industriebrache

KURIER erklärt das RAW-Gelände

Das RAW. Eine 70 000 Quadratmeter große Industriebrache, die Berlin bewegt. Tagsüber die, die über die steigende Kriminalität diskutieren. Nachts die, die tanzen wollen. Es sind zwei Welten, die nichts voneinander wissen.

MARCUS BÖTTCHER und BERND FRIEDEL (Fotos)
Lesezeit 2 Min
Blick über das RAW-Gelände in Friedrichshain.

Blick über das RAW-Gelände in Friedrichshain.

© Bernd Friedel Lizenz

Touristen sind das beliebteste Ziel der Dealer rund ums Gelände. Sie warten in dunklen Ecken, hocken auf Fahrradständern. Im Minutentakt fertigen sie ihre Kunden ab, es wird offen mit Drogen gehandelt. Den Markt teilen sich Afrikaner und Araber.

Touristen sind das beliebteste Ziel der Dealer rund ums Gelände. Sie warten in dunklen Ecken, hocken auf Fahrradständern. Im Minutentakt fertigen sie ihre Kunden ab, es wird offen mit Drogen gehandelt. Den Markt teilen sich Afrikaner und Araber.

© Bernd Friedel Lizenz

Bar-Managerin Bea Herrmann (29) aus dem „Badehaus Szimpla“. Das gehört zu einer der wichtigsten HipHop-Locations der Stadt, jeden Dienstag feiern hier 400 Menschen.

Bar-Managerin Bea Herrmann (29) aus dem „Badehaus Szimpla“. Das gehört zu einer der wichtigsten HipHop-Locations der Stadt, jeden Dienstag feiern hier 400 Menschen.

© Bernd Friedel Lizenz

Seit zehn Jahren kann im „Kegel“ geklettert werden, wie hier Susanne (28). Höchste Höhe: 18,70 Meter.

Seit zehn Jahren kann im „Kegel“ geklettert werden, wie hier Susanne (28). Höchste Höhe: 18,70 Meter.

© Bernd Friedel Lizenz

Hier pumpt die Chefin noch selbst. Die 23-jährige Geschäftsführerin Nina Pretscher eröffnete im April das Fitnessstudio „Berlin Strength“.

Hier pumpt die Chefin noch selbst. Die 23-jährige Geschäftsführerin Nina Pretscher eröffnete im April das Fitnessstudio „Berlin Strength“.

© Bernd Friedel Lizenz

Das RAW ist nicht nur schnoddrig, rau und heruntergekommen. Gestern fand hier eine exklusive Party im RAW-Gelände statt. Großer, schicker Pool, feinstes Essen, erlesene Weine. Amtssprache Englisch. Auch der Pool-Club „Haubentaucher“ gilt als schickes In-Ziel. Die Preise im Feier-Kiez steigen, selbst der nahe Currywurst-Stand verlangt für eine Wurst ohne Darm plus Bier schlappe sechs Euro.

Das RAW ist nicht nur schnoddrig, rau und heruntergekommen. Gestern fand hier eine exklusive Party im RAW-Gelände statt. Großer, schicker Pool, feinstes Essen, erlesene Weine. Amtssprache Englisch. Auch der Pool-Club „Haubentaucher“ gilt als schickes In-Ziel. Die Preise im Feier-Kiez steigen, selbst der nahe Currywurst-Stand verlangt für eine Wurst ohne Darm plus Bier schlappe sechs Euro.

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