Stars von morgen

In der Eisbären-Talentschmiede wird ein besonderer Diamant geschliffen

Im EHC-Nachwuchs lernen die neuen Puckhelden das Abc des Eishockeys. Einer sticht durch seinen berühmten Opa noch ein bisschen heraus.

Fred Nell
Lesezeit 3 Min
Die Spieler der Eisbären Juniors feiern auf dem Eis.

Die Spieler der Eisbären Juniors feiern auf dem Eis.

© City-Press

Eishockey-Altstar Sven Felski (50) jagte nicht nur den Puck. Der Ex-Torjäger (225 DEL-Tore) setzte sich auch in den Hörsaal und durfte als Erster eine Bachelor-Urkunde für ein erfolgreiches Studium an der neu gegründeten Berliner Hochschule für Gesundheit und Sport entgegennehmen.

Der einstige Eisbärenstürmer mit Hang zur Attacke (1812 Strafminuten, Rekord) und sechs deutschen Meistertiteln bei 924 DEL-Spielen hat als Sportdirektor der Eisbären-Juniors offensichtlich nun seinen Traumjob gefunden. Als Co-Kommentator bei Magenta TV glänzt „Fell“, der Ur-Berliner, zudem durch sachlich-fachliche Kommentare.

Dem geschärften Blick von Sven Felski entgeht auf der Eisfläche nichts.

Dem geschärften Blick von Sven Felski entgeht auf der Eisfläche nichts.

© City-Press

Eisbären-Legende Sven Felski kümmert sich um zwölf Nachwuchsteams

Noch wichtiger aber dürfte sein Wirken bei den Eisbären Juniors sein. Mit 380 Mitgliedern, darunter zwölf Nachwuchsteams von der U7 bis zur U20, bilden die Junioren das Fundament der Eisbären. Bestens ausgebildete Trainer wie zum Beispiel Ex-Nationalspieler Jochen Molling, Hardy Gensel oder Nico Pyka sorgen dafür, dass auch in Zukunft Eisbären-Spieler Deutschland bei Olympia und Weltmeisterschaften vertreten werden. Gerade wurde den Eisbären Juniors zum zehnten Mal neben Mannheim, Köln und zum ersten Mal Dresden die höchste DEB-Ehrung „5 Sterne plus“ zuteil.

„Ich bin stolz, dass wir erneut mit der Bestnote bewertet wurden. Dies ist uns jedes Jahr seit der Einführung des 5-Sterne-Programms vor zehn Jahren gelungen. Diese Auszeichnung ist Lohn der harten Arbeit, die alle Verantwortlichen bei den Eisbären Juniors täglich investieren. Hierfür möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken“, sagte Junior-Chef Felski bei der Feier und ergänzt: „Wir haben es jedes Jahr geschafft, Spieler für die deutschen Auswahlmannschaften der verschiedenen Altersklassen zu stellen.“

Elias Schneider im Spiel der Eisbären gegen die Augsburger Panther

Elias Schneider im Spiel der Eisbären gegen die Augsburger Panther

© City-Press

Zwei Jungstars schnupperten bei den Eisbären schon DEL-Luft

Im Moment gehören sieben Spieler zum Profi-Team, die in den Nachwuchsmannschaften der Eisbären groß geworden sind. Für die kommende U16-Auswahl sind mit Sam Kuklok, Sander Menzel, Leo Ginsburg und Timo Matschoß gleich vier Spieler vorgesehen.

Und dann taucht da auch ein Steppke mit großem Namen auf. Cooper Lee, der Enkel von Eisbären-Vorstand Peter John Lee, ist erst 14, aber ein großes Talent. „Wahrscheinlich glückt ihm schon nächstes Jahr der Sprung in die U16“, ist von Hardy Gensel zu erfahren.

Zum ganz großen Wurf langte es in den vergangene Wochen nicht. Die U15 konnte den deutschen Vizemeister feiern, die U20 belegte den dritten Platz, stellte aber mit Elias Schneider und Andreas Schäfer zwei Spieler, die bereits in der DEL eingesetzt wurden. Mit dieser Chance lebt auch Moritz Kretzschmar. „Natürlich können nicht alle Junioren bei uns in das Profiteam rücken. Wir suchen aber für alle eine Möglichkeit, dass sie bei Mannschaften wie zum Beispiel in Weißwasser, Wolfsburg, Crimmitschau, Halle oder wie jüngst Klaus Klauschin in Rostock weiterspielen können“, gibt sich Felski als Ziehvater kommender Puckhelden.

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