Lacht die Kälte weg: Tattoo-Model Jess Daniels (war schon Cover-Mädchen eines bekannten Magazins) zeigt scharfen Kurven und die Tattoos im kalten Wasser des Weißen Sees.
© Volkmar Otto Lizenz
Geboren ist Felix (35) auf Kuba. Seit sechs Jahren lebt der Grafikdesigner in Berlin. „Sonnenbaden schön und gut, ins Wasser gehe ich nur im Notfall.“
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Neben ihrer Wohnung im Prenzlauer Berg gibt es seit Tagen eine Baustelle. Deshalb flüchtet Musikerin Bibiana Morr (35) regelmäßig an den See.
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Mauritius ist Ralf Kobis zu warm. Der Weiße See nicht. Täglich schwimmt er hier seine Runden.
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Die Zwillinge Alicia und Fiona (9 Jahre) waren dieses Jahr schon in Bayern und auf Fuerteventura. Richtig schön ist’s aber nur in Berlin.
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Wenn die Realität Berlin nicht einen Strich durch die Rechnung machen würde. Denn statt Copacabana stimmt sich die Hauptstadt auf den Herbst ein. Bis auf ein paar Hartgesottene.
Der Blick von Jessica aus Friedrichshain spricht Bände. Ihre Augen funkeln. Die Botschaft ist klar: Weicheier!
Ohne jede Regung steigt die 28-Jährige im Strandbad am Weißen See ins Wasser, posiert für den KURIER-Fotografen. Für die kälte- und wasserscheuen Reporter hat sie nur verächtliche Blicke übrig. Schmerzen ist das Tattoo-Modell (1,67 Meter groß) mit dem Künstlernamen „Jess Daniels“ gewohnt – da sind 21 Grad im Weißen See Wohlfühltemperatur.
Wie der bemalten sexy Badenixe geht es vielen Berlinern. Die Gänsehaut wird in Kauf genommen, Sommer ist schließlich Sommer. Egal wie tief das Thermometer sinkt. Hauptsache die Einstellung stimmt.
Wie bei Ralf Koris aus Hohenschönhausen. „Im vergangenen Jahr war ich auf Mauritius. Dort herrschten tropische Temperaturen. Das brauche ich nicht. Mir reicht Berlin.“ Also geht der 54-Jährige täglich ins Strandbad.
„Im Wasser ist es angenehm warm. Man muss die Zähne zusammenbeißen, um reinzukommen.“ Im vergangenen Jahr trieb es Koris auf die Spitze, wagte sich das letzte Mal im November ins kühle Nass.
„Da waren 12 Grad Außentemperatur, der See hatte acht Grad. Hart an der Schmerzgrenze.“
Aussicht auf „Besserung“ ist nicht in Sicht. Die Prognosen enden bei 22 Grad am Wochenende.
Für das Seewasser der Stadt sieht es nicht besser aus. Das Freibad Lübars, Wendenschloß und Müggelsee melden 19 Grad, im Wann- und Orankesee ist es gerade einmal ein Grad Celsius wärmer.
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