Immer mehr E-Scooter-Unfälle

Jetzt kommt der Crash-Kurs!

Verleiher bieten jetzt Sicherheitstrainings in Berlin an.

Mike Wilms
Lesezeit 2 Min
Kursteilnehmerin Eileen Jost fährt mit dem E-Scooter durch den Slalom-Parcours. 

Kursteilnehmerin Eileen Jost fährt mit dem E-Scooter durch den Slalom-Parcours. 

© camcop media / Andreas Klug

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Beim Sicherheitstraining an der Mercedes-Benz-Arena hat Bilal Almali (36) das Kommando. Eigentlich ist er Fahrlehrer, aber der Roller-Verleiher Lime nennt Mitarbeiter wie ihn „Instructor“. Bilal betrachtet den Berliner Verkehr als „Dschungel“, in dem es „talentierte und untalentierte Verkehrsteilnehmer“ gibt.

In 90 Minuten will er seinen 30 Kursteilnehmern beibringen, wie sie einen talentierten Eindruck machen. Kurvenfahrt, Bremstraining und Verhalten bei Gefahren stehen auf dem Programm. Bilal sagt: „Das ist alles kein Hexenwerk.“

Kursleiter Bilal Almali schärft den Teilnehmern ein, immer mit Helm zu fahren.

Kursleiter Bilal Almali schärft den Teilnehmern ein, immer mit Helm zu fahren.

© camcop media / Andreas Klug

Auf den Roller steigen, mit einem Bein Schwung holen, den Gasschalter rechts an der Lenkstange drücken, das war’s – und der weiß-grüne Scooter fährt. Der erste Eindruck: Jeder, der Radfahren kann, sollte auch mit dem Rollern zurechtkommen. 

Anfängerin Eileen Jost (41) aus Stahnsdorf erkennt allerdings rasch einige Fallstricke: „Es ist schwierig, im Slalom-Parcours bei niedriger Geschwindigkeit das Gleichgewicht zu halten.“  Auch die Übung, durch seitliches Abstrecken eines Beins zu „blinken“, findet sie knifflig.

Mit einer Vollbremsung vor einer geraden Linie sollen die Teilnehmer ihre Reaktion in Risikosituationen üben. „Stellt euch vor, dass sich plötzlich vor euch eine Autotür öffnet“, sagt Kursleiter Bilal.

Bei dieser Trainingseinheit zeigt sich: Die Roller haben trotz einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h einen Bremsweg, den man unterschätzen kann. Immer wieder kommen  Scooter-Anfänger erst hinter die Linie zum Stehen.

Fahrer sind wie Kraut und Rüben unterwegs

Für Kursteilnehmer Christian Feige (32) aus Treptow sind solche Übungen keine Herausforderung. „Ich bin eher hier, weil ich wissen will, was E-Scooter-Fahrer im Verkehr dürfen und was nicht“, sagt er. Im Alltag sehe er ständig Fahrer, die wie Kraut und Rüben unterwegs sind. 

Kursleiter Bilal hat vor allem eine Mahnung: „Leute, der Gehweg ist für euch tabu!“

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