Im Streit: Sohn schlitzt Vater Hals auf

ke
Lesezeit 2 Min

Moabit - Das Blut das Vaters klebte an seinen Händen, als der Tennislehrer floh: Alexis D. (34) war im Streit ausgerastet. Er schlitzte seinem Vater den Hals auf. Trotzdem stellte sich Georgios D. (60) vor seinen angeklagten Sohn.Vier Monate nach dem Drama in Moabit wurde Alexis D. (Namen geändert) aus der U-Haft zum Prozess gebracht. Dicke Tränen liefen ihm übers Gesicht: "Ich liebe meinen Vater. Ich wollte ihm doch nur helfen."Er ist der einzige Sohn, hatte bis zu dahin nie einen Menschen attackiert. Der Tennislehrer: "Ich sprach ihn wegen seiner Depressionen an." Er schlug eine Therapie vor. Der Sohn: "Er regte sich auf, spuckte in meine Richtung, schubste mich."Plötzlich war ein Messer im Spiel. Erst soll es in der Hand des Vaters gewesen sein. Der Sohn: "Was dann geschah, weiß ich nicht." Das nächste Bild sind seine blutigen Hände. Mehrfach verletzte er den Vater. Ein Schnitt ging quer über den Hals.Entsetzt rief Alexis D. Hilfe: "Schnell, hier verblutet jemand." Dann floh er im Auto, wurde aber bald gefasst. Der Vater kämpfte nun für den Sohn: "Ich habe ihn provoziert. Ich will nicht, dass er bestraft wird. Ich habe ihm verziehen." Das wurde berücksichtigt: zwei Jahre Haft auf Bewährung.------------------------------

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema