Im KURIER-Interview erzählt der Popstar von seinem größten Glück, Windeln, Schlafliedern, Erziehung, und in welchem Fußballverein er seinen Sohn gerade anmeldet

Elton John platzt vor Papa-Stolz

ds
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Los Angeles - Von Rocket Man zu Rocket Mom. Zwar kommt Elton John (63) nach "König der Löwen" wieder mit einer Filmmusik heraus (für den Disney-Comic "Gnomeo und Julia"), plant ein neues Album und will sein Leben auf die Kinoleinwand bringen ("Robert Downey jr. könnte mich spielen"), doch all das zählt im Moment nicht. Das wichtigste im Leben des Superstars und dessen Partner David Furnish (48) ist "der kleine Zwerg, den wir zu Hause haben". Gemeint ist Zachary, das im Moment berühmteste Showbusiness-Baby der Welt. Eine Leihmutter hat ihn für das Paar zur Welt gebracht.KURIER: Wie entwickelt sich der "Zwerg"?Elton John: Natürlich prächtig. Am Sonnabend war sein vierwöchiger Geburtstag. Er nimmt kräftig zu und jeden Tag wachsen ihm mehr Haare. Erst waren sie brünett, jetzt sind sie blond.Sie platzen vor Vaterstolz.Es ist einfach unglaublich. Mein Leben hat mir alles geboten, was man sich wünschen kann. Und das ist das Sahnehäubchen.Manche Leute sagen, dass es mit 60 ein bisschen spät ist, zum ersten Mal Vater zu werden.Meine Antwort darauf ist: "Ich bin ein Mann in den 60ern, der auf die 40 zugeht."Und wenn Ihnen später einmal bewusst wird, dass Sie zwar im Herzen ein Teenager sind, aber nicht mehr körperlich?Das lasse ich in Ruhe auf mich zukommen. Heutzutage bin ich fitter als je zuvor. Ich werde mit Zachary Tennis und Fußball spielen. Und wenn alle Stricke reißen, dann muss David einspringen. Der ist schließlich 15 Jahre jünger.Apropos Fußball. Haben Sie schon seine Mitgliedschaft in Ihrem Stammverein Watford angemeldet?Das ist das Schöne daran, einen Sohn zu haben. Ich hoffe, dass er sich für Fußball interessiert. Sie werden lachen. Watford hat wirklich schon einen Aufnahme-Antrag für Zachary geschickt.Und wenn er sich für einen anderen Verein entscheidet?Lachend: Wenn es Chelsea ist, dann bringe ich ihn um.Zum Kicken ist es ja noch ein bisschen früh. Aber wie steht es mit der Musik?Da steht er drauf. Er hat einen iPod. Mit Chopin und Mozart, mit den Carpenters und Linda Ronstad. Mit mir und Schlafliedern von Led Zeppelin.Heißt das, er bekommt seinen Daddy nicht live zu hören?David und ich wiegen ihn den ganzen Tag über im Arm und singen ihm etwas vor. Und abends lesen wir ihm Gutenacht-Geschichten. Gestern war es "Hunde tragen keine Turnschuhe".Apropos. Wie kommen Ihre Hunde mit dem menschlichen Zuwachs im Haus zurecht?Wir haben zwei Cockerspaniel. Arthur und Marilyn. Bei Marilyn hatte ich Bedenken. Sie kann nämlich aggressiv werden. An dem Tag als wir Zachary nach Hause brachten, haben wir uns erst intensiv um die Hunde gekümmert, damit sie sich nicht zurückgesetzt fühlten.Hat es gewirkt?Marilyn hat ihm mütterlich die Wange geleckt und weicht nicht mehr von seiner Seite.Und Arthur?Der klaut Zachary die Spielzeugtiere.Es gibt ein Gerücht, dass Sie zu Hause Zacharys Kinderzimmer mit Millionen-Aufwand ausgestattet haben.Unsinn. Wir haben es mit Tierbildern dekoriert. Weil Tiere das erste sind, mit denen kleine Kinder sich identifizieren.Ein Weltstar wie Sie verbringt mehr Zeit auf Tournee als zu Hause.Zachary wird immer dabei sein. Nur in Australien, Südamerika und Asien sind wir auf Hotels angewiesen. In Europa und Amerika haben wir Wohnsitze und können nach jedem Auftritt wieder nach Hause fliegen.Ein Star-Kind wächst unter privilegierten Umständen auf. Welche Werte werden Sie Zachary fürs Leben mitgeben?Dass es keine Privilegien gibt. Alles muss man sich erarbeiten. So habe ich das von meinen Eltern mitbekommen.Gibt es etwas, das Sie bei Ihrem Kind anders machen werden?Meine Eltern haben mir in meiner Kindheit Disziplin und Manieren beigebracht. Aber damals in den 50er-Jahren war der körperliche Ausdruck von Liebe nicht gang und gäbe. Schon gar nicht zwischen Vater und Sohn. Das ist bei mir und Zachary anders.Außer Disziplin und Manieren gibt es auch noch Weltanschauung.Wenn ich Zachary anschaue, dann sehe ich eine Leinwand, auf die der Maler noch keinen Pinselstrich getan hat. Die von Gott gegebene Aufgabe der Eltern ist es, unsere Kinder nicht mit unserer Voreingenommenheit und Bigotterie zu belasten. Zachary wird mit dem Verständnis aufwachsen, dass andere Menschen anders sind wie wir.Haben Sie an sich selbst andere Seiten entdeckt, seit dem Zachary auf die Welt gekommen ist?Ich war ein Mensch, der sich Sorgen machte. Es ist kaum zu fassen, wie gelassen ich jetzt bin. Vielleicht wird sich das ändern, wenn er laufen lernt und sich die Knie aufschrammt.Zwei Väter und ein Baby. Gibt es überhaupt eine Frau im Haus?Wir haben ein Kindermädchen. Aber Windeln wechseln und Fläschchen geben - da heißt es für David und mich ,Selbst ist der Mann'.------------------------------BU: Elton John führt in New York seine Cockerspaniel Arthur und Marilyn Gassi. Die beiden mussten sich erst an den kleinen Zachary gewöhnen.

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