Polizisten haben am Mittwochabend in Neukölln einen Sportwagen beschlagnahmt. Zuvor beobachteten Einsatzkräfte des Verkehrsdienstes gegen 20.30 Uhr einen Ferrari, der mit eingeschalteter Warnblinkanlage an der Kreuzung Grenz-, Ecke Sonnenallee eine rote Ampel missachtete und in die Sonnenallee einbog.
In der Sonnenallee standen zwei weitere Sportwagen, ebenfalls mit eingeschalteter Warnblinkanlage. Als der Ferrari zu dem dort stehenden Mercedes und einem Porsche fuhr, ließen die Fahrer der drei Sportwagen die Motoren aufheulen und begannen ein illegales Fahrzeugrennen bis in die Jupiterstraße, wo sie kurz anhielten und hupten.
Von dort fuhren sie weiter auf der Neuköllnischen Allee in Richtung Chris-Gueffroy-Allee. In der Nobelstraße konnten die Polizisten den beteiligten Porsche einholen und forderten den Fahrer auf, den Wagen anzuhalten. Während des Anhaltevorganges soll der Fahrer sich auf den Beifahrersitz gesetzt haben, während der Beifahrer auf die Rückbank gewechselt haben soll.
Polizisten mussten Verstärkung rufen
Da der Sportwagen zu diesem Zeitpunkt jedoch noch rollte, prallte er gegen das Polizeifahrzeug und kam erst dann zum Stehen. Die Polizisten nahmen den 37-Jährigen Fahrer fest. Von einer nahegelegenen Hochzeitsfeier solidarisierten sich nach Angaben der Polizei 30 bis 40 Hochzeitsgäste mit dem Fahrer und drängten in Richtung der Polizeibeamten. Weitere Polizisten, die angefordert wurden, konnten die Lage beruhigen. Der 37-Jährige wurde zur Feststellung seiner Personalien zu einer Dienststelle gebracht, von wo er später wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.
Der Beifahrer konnte unerkannt entkommen. Der Porsche wurde beschlagnahmt. Der Mercedes und der Ferrari entkamen. Am Polizeifahrzeug entstand geringer Sachschaden. (tc)
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