„Uderzo fand es lustig, dass in der Szene ein Hund dabei ist. Der läuft Asterix und Obelix dann hinterher. Eine Funktion hat Idefix nicht“, erzählt Klaus Jöken, deutscher Übersetzer der Asterix-Comics. Erst am Ende des Abenteuers bemerkt der gutmütige Obelix den Streuner und schenkt ihm einen Knochen.
„Danach gab es eine Flut von Leserzuschriften: Wer ist dieser kleine Hund? Wie heißt er?“, erinnert sich Idefix-Insider Jöken. Die französische Zeitschrift „Pilote“ rief einen Wettbewerb zur Namensfindung aus. Gleich mehrere Leser schickten den Vorschlag „Idefix“ ein, was auf Französisch so viel wie ,fixe Idee’ bedeutet.
„Mittlerweile ist Obelix ohne Idefix nicht mehr denkbar“, meint Übersetzer Klaus Jöken. In über 100 Sprachen wurden die Abenteuer der unbeugsamen Dorfbewohner verlegt. Idefix gehört dazu wie der Satz „Die spinnen die Römer“. Denen der kleine Hund gerne in den Hintern beißt. „Idefix ist so sympathisch, weil er keine besonderen Fähigkeiten hat, keine Superkräfte. Er ist nicht wahnsinnig intelligent oder besonders stark. Er ist eine Figur mit Fehlerchen und Schwächen“, sagt Jöken zum KURIER.
Für Knochen würde er alles tun. Außer Bäume ausreißen. Der vierbeinige Gallier ist nämlich auch der engagierte Umweltschützer im Jahr fünfzig vor Christus. Immer wenn ein Baum ausgerissen wird, setzt er sich so lange jaulend daneben, bis Obelix ihn wieder einsetzt. Für Uderzo: „Eine Botschaft an die nächste Generation.“ KAT/KR
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