Er ist dem Tod nur knapp entronnen. Der Mönchengladbacher Laurin Bosse (20) war mitten in der Menge, als die Massenpanik losbrach."Wir standen Mensch an Mensch, viel zu viele für diese enge Rampe! Es gab kein Vor und kein Zurück. Ich konnte kaum atmen", erzählt Laurin dem KURIER am Krankenbett. "Plötzlich sah ich die vielen Menschen, die an den Metalltreppen hochkletterten. Es dauerte nur Sekunden, dann fielen die ersten runter." Jeder hätte nur noch an sein eigenes Überleben gedacht. "Da waren Menschen über und unter mir. Ich bekam andauernd Tritte ab." Direkt unter ihm: ein junges Mädchen. "Die war total zierlich. Die hatte keine Chance. Sie hielt mich an der Hand, obwohl wir uns gar nicht kannten." Überall sei Blut geflossen. "Das Mädchen hielt noch meine Hand, als es ohnmächtig und schlaff wurde. Dann hörte sie auf, zu atmen. Ich dachte nur noch: Die ist jetzt tot!"Dann verlor auch Laurin das Bewusstsein. In der Klinik stellten Ärzte bei ihm ein Schädel-Hirn-Trauma und kleinere Brüche fest.
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