„Ich fühle mich hier sicher"

Culcha-Candela-Sänger Mateo verteidigt seinen RAW-Kiez

Der Berliner Musiker sagt: „Ich fühle mich hier sicher. Trotz der vielen Party-Leute sind Gewalttaten die Ausnahme“

ALEXANDER SCHMALZ
Lesezeit 2 Min
Mateo (36, Mitte), Sänger von Culcha Candela, ist von Polizisten umringt. Der Künstler wohnt um die Ecke, geriet bei einem Sondereinsatz an der Revaler Straße zwischen die Fronten.

Mateo (36, Mitte), Sänger von Culcha Candela, ist von Polizisten umringt. Der Künstler wohnt um die Ecke, geriet bei einem Sondereinsatz an der Revaler Straße zwischen die Fronten.

© schroeder Lizenz

Nur drei Tage, nachdem einem Freund von Jennifer Weist (28), Sängerin der Deutschrock-Band Jennifer Rostock, der Hals aufgeschlitzt wurde (KURIER berichtete), geriet nun schon wieder ein Promi zwischen die Fronten am RAW-Gelände.

Doch Culcha-Candela-Star Mateo Jaschik wurde am Mittwochabend zum Glück nicht Opfer der kriminellen Banden dort, sondern er jagte einen aggressiven Rad-Rambo, der gegen sein Auto trat.

Als er den Übeltäter zur Rede stellen wollte, kam es zur Rangelei. „Plötzlich stürmten 20 Polizisten mit Taschenlampen auf mich zu. Ich dachte, was ist denn hier wieder los“, sagt Mateo zum KURIER. Es war einer von bereits über 250 Sondereinsätzen der Polizei gegen die Drogen- und Räuberbanden dort.

Trotz der steigenden Kriminalität rund um das RAW-Gelände verteidigt der Sänger seinen Kiez. „Hier laufen Woche für Woche Millionen Party-Leute rum. Gemessen an diesen Massen passiert ja wohl kaum was. Ich fühle mich hier sicher“, erklärt der 36-Jährige, der die jüngsten Gewaltvorfälle für Ausnahmen hält.

„Solche Angriffe sind für die Dealer geschäftsschädigend. Deren Chefs werden diese Räuberbanden schon vertreiben“, meint der Friedrichshainer. Für die Dealer zeigt er sogar Verständnis: „Die armen Menschen kommen hierher und dürfen nicht arbeiten. Also stellen die sich dahin und verkaufen Gras, keine harten Drogen. Selbst die Polizisten sagten zu mir, dass dieses sinnlose Katz- und Maus-Spiel Steuerverschwendung ist.“

Sein Lösungsvorschlag: „Öffnet Coffee-Shops mit Altersbegrenzung. Das Zeug ist nicht so gefährlich wie Alkohol und mittlerweile gibt es einfach auch zu viele Konsumenten. Es könnte so besser kontrolliert werden und vertreibt die Dealer von der Straße. Jobs werden geschaffen und Steuergelder eingespart.

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