Gegen Unions neuen Innenverteidiger Subotic (30) spielt er sehr gerne. „Ich werde wahrscheinlich gegen Neven Subotic antreten. Wir kennen uns schon lange, schon aus Zeiten, als er noch in Mainz und ich in Hoffenheim war. Wir sind schon ein paar Mal aneinandergeraten, aber in ganz normalem Rahmen. Stürmer gegen Verteidiger. Es wird spannend. Neven ist er erfahren, ich aber auch“, lacht der Vedator.
Harte Fights zwischen Herthas Bosnier und Unions Serben gab es viele, besonders hitzig ging es im Frühjahr 2013 zu, als Ibisevic mit dem VfB Stuttgart gegen Dortmund spielte. Subotic giftete damals: „Männersport sollte man immer fair gestalten. Ich versuche nicht, dem Gegner den Ellbogen reinzudrücken.“ Auf dem Rasen schenken sie sich nichts, außerhalb des Platzes marschieren sie gemeinsam – für Flüchtlinge! Kein Wunder, denn beide Spieler haben selbst Fluchterfahrungen. 2016/17 engagierten sie sich für „11 Refugee“ und spielten gemeinsam in einem Team mit geflüchteten Fußballspielern.
Noch immer topfit
Ibisevic ist ein Profi, der immer Verantwortung übernimmt. Deswegen bestätigte ihn Covic auch wieder als Kapitän (KURIER berichtete). Der Trainer: „Da gab es für mich gar keine Frage. Vedad macht das hervorragend, auch in der Kabine.“ Ibisevic: „Natürlich macht mich das stolz, Hertha-Kapitän zu sein. Ich will dem Team helfen, weiter erfolgreich zu sein.“
Das klappt am besten mit seinen Toren. Trotz seiner 34 Jahre fühlt er sich noch immer topfit. „Vom Toreschießen habe ich nie genug. Ich will immer mehr“, erklärt er im Angriffsmodus. Doch sein Konkurrent Davie Selke sitzt ihm wie schon in der vergangenen Saison im Nacken. Das spielt der Bosnier mit seiner Altersgelassenheit herunter: „Wer von uns spielt, entscheidet der Trainer, aber das ist kein Problem. Wir sind Profis, das ist Fußball. Wir brauchen diesen Konkurrenzkampf.“ Doch beim Derby – das ist klar – will Ibisevic sein großes Duell gegen Subotic abliefern.
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