Beispiel Friedrichshain-Kreuzberg: Vor kurzem enttarnte der KURIER dort mobile Bratwurstverkäufer als Ekel-Brutzler. Im Bezirk gibt es 4607 Lebensmittelbetriebe, darunter 1232 Speise- und Schankwirtschaften. Aber nur fünf Lebensmittelkontrolleure! „Mit dieser Anzahl ist die gesetzlich vorgegebene Kontrollfrequenz nicht zu leisten“, gesteht das Amt für Gesundheit.
Die Kontrollfrequenz errechnet in den meisten Bezirken eine Software. Sie reicht von monatlich bis alle drei Jahre. „Wer frisches Fleisch verkauft, wird natürlich öfter kontrolliert als ein Kiosk“, erklärt Martin Matz (SPD), Gesundheitsstadtrat von Spandau. Dort packen, wie fast überall, Tierärzte mit an.
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Trotzdem reicht es für angemessene Kontrollen hinten und vorne nicht. Genau wie in Reinickendorf (rund 2000 Betriebe, vier Kontrolleure) oder in Charlottenburg-Wilmersdorf (7619 Betriebe, 5 Kontrolleure, 4 Tierärzte). Gerade einmal 55 % der Betriebe wurden dort 2010 überprüft – trotz Vollzeit-Einsatz.
Problem: Die Senatsfinanzverwaltung genehmigt keine Einstellung von Fachkräften, die nicht aus dem Stellenpool kommen, sagt Pankows Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne). In Pankow sind zwei Stellen frei. Weil es aber im Stellenpool kein Fach-Personal gibt, bleiben die Jobs unbesetzt.
SKA
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