Mats Hummels ist zur Zeit der beste deutsche Innenverteidiger. Er hat die Balleroberung vor dem eigenen Tor zu einer neuen Disziplin weiterentwickelt. Bevor er sich in ein Duell stürzt, hat er sich seinen bestpostierten Mitspieler ausgeguckt. So wird regelmäßig aus einem Hummels-Zweikampf sofort ein Dortmunder Gegenangriff. Hummels ist gleichzeitig ein Beispiel für Qualität und Versagen der Nachwuchsarbeit von Bayern München in der Zeit bevor Louis van Gaal Bayern-Talenten wie Müller, Kraft oder Badstuber eine Chance gab. "Den hätten wir nie verkaufen dürfen", sagt Hermann Gerland, der ihn in Bayerns zweiter Mannschaft vom Mittelstürmer, der in seiner Jugend regelmäßig 100 Tore pro Saison schoss, zum Innenverteidiger umschulte. Wie recht er hat, wie schmerzhaft für die Bayern, von ihrem eigenen Jungen abgeschossen zu werden. Als er im Mai 2007 für die Bayern sein Bundesligadebüt gab - gegen einen gewissen Jürgen Klopp und dessen damalige Mannschaft Mainz 05 - war klar, dass dies ein Einsatz ohne Perspektive war. An Lucio, van Buyten und Demichelis gab es kein vorbei. Die Bayern ließen ihn ziehen - zunächst leihweise, später ganz für eine Ablösesumme von 4,2 Millionen. Zeitgleich kaufte der Rekordmeister für 12,3 Millionen einen gewissen Breno, der heute eine Klasse unter Hummels steht. Es war schon eine besondere Pointe, dass ausgerechnet Hummels das 1:3 köpfte. Das Spiel vom Sonnabend ist schon heute eine Legende und Mats Hummels einer ihrer Helden.------------------------------Zitat: "Er hätte nie verkauft werden dürfen"
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