"Hüftgold"

Mythos Bierbauch – nur Propaganda oder wahr?

Wahre Biertrinker sind stolz auf ihre Rundungen, tragen T-Shirts mit dem Slogan: „Bier formte diesen wunderschönen Körper“. Doch ist es wirklich das Bier, das den Bauch rundlich formt? Oder ist das ein Mythos?

BK
Lesezeit 2 Min
Das Essverhalten macht den Bierbauch, denn Bier regt den Appetit an.

Das Essverhalten macht den Bierbauch, denn Bier regt den Appetit an.

© imago/Westend61 Lizenz

Manche nehmen zu, andere nicht. Das liegt meist am Essverhalten. Viele Biertrinker sind stolz auf ihre Rundungen, tragen T-Shirts mit dem Slogan: „Bier formte diesen wunderschönen Körper“. Doch ist es wirklich das Bier, das den Bauch rundlich formt? Oder ist das ein Mythos?

Betrachtet man sich die Kalorien, die ein Bier im Vergleich zu einem Apfelsaft hat, gewinnt der Gerstensaft! Denn Bier enthält mit 76 Kilokalorien (kcal) pro 200 ml weniger Kalorien als Apfelsaft (96 kcal). Auch Milch ist kalorienreicher (136 kcal). Rotwein sowieso: Im Rotwein stecken mit 148 kcal doppelt so viele Kalorien wie im Bier. Nur Mineralwasser, Kaffee und Tee (ohne Milch und Zucker) haben einen noch geringeren Brennwert als Bier.

Doch jetzt kommt das große Aber: Bier regt den Appetit an. Viele essen sich die Pfunde nach einer ausgedehnten Kneipentour an, kehren nach dem Brauhaus noch in einer Frittenbude ein – und bestellen am besten fettige Fritten.
Diese Kombination ist wahres Hüft-Gold! Besonders heikel ist es, wenn man den Gerstensaft als Aperitif zu sich nimmt. Auf leeren Magen verdoppeln sich die Essens-Gelüste später umso mehr.

Die appetitanregende Wirkung des kühlen Blonden liegt übrigens am Alkohol, den Bitterstoffen und der Kohlensäure. Hinzu kommt: Alkohol blockiert den Fettabbau in der Leber. So lange die Leber damit beschäftigt ist, den Körper zu entgiften, wird kein Fett verbrannt.

Und wie kann man schlank bleiben? Maß halten. Und: Ausdauertraining, um Fett zu verbrennen. Beispielsweise mit guten, alten Sit-Ups gegen lästiges Bauchfett vorgehen. Sport ist immer gut als Ausgleich.

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema