www.facebook.com - Sachen gibt's im Internet, die gibt's gar nicht in der realen Welt. Oder eben doch, weil sich beide Bereiche gar nicht mehr richtig trennen lassen. Genau das nutzte der bei Fans und Feinden arg umstrittene Schalke-Trainer Felix Magath zu einem Coup in eigener Sache.Vergangenen Donnerstag meldete er sich auf der Freunde-Plattform "facebook" an - und ist plötzlich absoluter Publikumsliebling. Gestern um 20 Uhr hatten sich bereits über 90 000 andere Facebook-Benutzer den unnahbaren, betont humorlos auftretenden Macht-Menschen zum "Freund" genommen. Dazu reicht bei Facebook ein Klick und viele vermuten hinter Magaths Verhalten nur einen Trick. Weit gefehlt.Magath, der seine Spieler einkauft und später wieder wegschickt wie Briefmarken, beantwortet brav Fragen seiner Facebook-Freunde. Geht voll in die Verständnis-Offensive.Beispiel gefällig? Bitte: "Ich habe gelesen, dass sich darüber beschwert wird, dass wir im altehrwürdigen Parkstadion trainieren, weil man dann nicht so gut ans Team herankommt. Das ist keine böse Absicht. Wir werden uns was einfallen lassen."Magath auf Schmusekurs. Mit Appellen an die Schalker Anhänger - "Unterstützt bitte die Mannschaft. Ich freue mich aufs Spiel." - und exklusiven Analysen danach. Nach dem 1:0 gegen Freiburg kommentierten dann über 5000 "Freunde" die Trainerworte.Kein Wunder, dass Felix Magath zu seiner Internet-Populariät der Kommentar "Wahnsinn. DANKE!" einfällt.Genau das wollten wir auch gerade schreiben ...------------------------------BU: Felix Magath erlebt sehr stürmische, wechselvolle Zeiten in Gelsenkirchen. Sein Web-Auftritt ist clever.
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