Vor drei Jahren wurde Jonas Mähnert auf einem Holi Festival verletzt.
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Jonas Mähnert erlitt bei einem Holi Festival schwere Verletzungen, als ihn aus nächster Nähe eine Ladung Farbpulver, abgeschossen aus einer Farbkanone, am Auge traf. Vor dem Hintergrund, dass es erst im Juli in einer Diskothek auf Mallorca zu einem ähnlichen Vorfall kam, ein Schotte droht, auf einem Auge zu erblinden, will der junge Berliner nun vor den Gefahren durch Farbkanonen warnen.
Notoperation aufgrund einer zweimal gerissenen Netzhaut
Mähnerts Leidensgeschichte beginnt an einem Septemberabend vor drei Jahren. Als Student arbeitet er beim Holi Festival in Karlsruhe. Die Macher bitten ihn, nach Schichtende bei der Produktion eines Imagefilms mitzumachen. Aus nächster Nähe wird für effektvolle Bilder aus einem Industriefeuerlöscher Farbpulver ausgeblasen, der Strahl trifft Jonas Mähnert am Auge.
Als Mähnert am nächsten Morgen erwacht, ist er auf dem rechten Auge blind. Nur mit einer Notoperation können Ärzte die zweimal gerissene Netzhaut wieder annähen. Noch heute sieht der 29-Jährige verzerrt, sein Gesichtsfeld bleibt verkleinert, die Sehfähigkeit auf dem verletzten Auge liegt mit Brille bei 50 Prozent.
Der Ursprung von Holi liegt in Indien, wo farbenfroh der Frühlingsbeginn gefeiert wird.
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Mit dem Veranstalter des Festes streitet der Student seitdem um die Zahlung von Schmerzensgeld. Doch Max Riedel, Geschäftsführer der Holi Concept GmbH stellt den Fall anders dar. Der junge Mann habe Kontaktlinsen getragen, auch über Nacht, daher resultiere das gesundheitliche Problem.
Auf seiner Webseite warnt der Veranstalter, vor dem Tragen von Kontaktlinsen. „Die Gesundheit unserer Besucher liegt uns am Herzen“, sagt Riedel. Auf den Einsatz von Farbkanonen verzichte man seit einigen Jahren.
Unterschätzte Gefahr: Das bunte Farbpulver, das auf den Holi Festivals verkauft wird.
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Wenn am Sonnabend in Berlin 14.000 Menschen auf dem Zentralen Festplatz erwartet werden, sollten sie sich dennoch über gewisse Risiken im Klaren sein: Wegen des vielen Feinstaubs in der Luft treten häufig Atemwegsprobleme auf.
„Akute, hohe Expositionen sollten möglichst minimiert werden“, warnt etwa das Gesundheitsamt in der Schweiz. Eine Umfrage des Umweltbundesamts ergab 2016, dass 50 Prozent der Teilnehmer von Husten berichten, ein Drittel beklagte Augenreizungen und mehr als jeder Zehnte hat Hautprobleme.
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