Temperatursturz

Nach Hitze und Gewittern: In der kommenden Woche fällt schon der erste Schnee

Bis 33 Grad, dann der Temperatursturz: Ab Mittwoch drohen erste Schneefälle in Deutschland. Meteorologen erwarten einen frühen Wintereinbruch.

Foto von Autor/Autorin: Stefan Henseke
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Ab Mittwoch sollen über den Alpen die ersten Wolken aufziehen, die Schnee mitbringen, sagt Meteorologe Dominik Jung. (Symbolbild)

Ab Mittwoch sollen über den Alpen die ersten Wolken aufziehen, die Schnee mitbringen, sagt Meteorologe Dominik Jung. (Symbolbild)

© Jan Eifert/imago

In den vergangenen Wochen sind wir von einem Wetterextrem zum nächsten gehetzt. Auf extreme Hitze mit teilweise über 40 Grad, andauernde Trockenheit folgten schwere Unwetter, die sogar kleinere Tornados auslösten. Die Hitze verabschiedet sich in der kommenden Woche. Was aber nicht heißt, dass die Zeit der Wetterextreme auch vorbei sei: Der Winter kündigt sich sehr früh an. Es kommt zum Temperatursturz, Meteorologen erwarten ab Mitte der Woche sogar die ersten Schneefälle in Deutschland.

Noch mal bis 33 Grad: Der Sommer ist auf Abschiedstour

Gute Nachrichten gibt es erstmal vom Deutschen Wetterdienst DWD. Anders als in den vergangenen Wochen ist der täglich veröffentlichte „Warnlagebericht für Deutschland“ wie leergefegt. Keine Unwetter werden bis Montag angekündigt, keine schweren Gewitter, kein Starkregen. Einzige, klitzekleine Warnung: „Bis gegen Mittag an der Ostseeküste noch Windböen bis 60 km/h (Bft 7) aus Nordwest“.

Beim DWD heißt es, dass Deutschland vorübergehend unter Hochdruckeinfluss liege, erst Montag (Berlin: Montagnachmittag) sollen dann Tiefausläufer wieder zunehmend für wechselhafteres Wetter sorgen.

Der Sommer 2026 verabschiedet sich mit zwei angenehmen Tagen. Am Sonntag erwarten uns viel Sonne und Temperaturen von 19 Grad (Nord- und Ostseeküste) bis 29 Grad am Oberrhein.

In der Nacht kann es dann zwar im Westen und Nordwesten ein wenig schauern, doch der Montag ist dann noch mal ein perfekter Sommertag – deutschlandweit. Die Temperaturen klettern auf 20 bis 26 Grad im Norden und auf 25 bis 33 Grad im Rest des Landes. Die höchsten Werte werden, wie so oft, am Oberrhein erwartet.

Nur im südlichen Schwarzwald und am Alpenrand sind laut DWD einzelne starke Gewitter nicht ausgeschlossen.

Temperaturstuz: Winterkalte Polarluft kommt

Doch dann kommt laut Meteorologin Kathy Schrey von wetter.net der große Temperatursturz. Winterkalte Polarluft sei im Anmarsch, sagt sie. Gewitter, Regen und kräftiger Wind werden den Übergang in eine deutlich herbstlichere Wetterphase begleiten.

„Von Nordwesten strömt zunehmend kalte Luft nach Deutschland und drückt die Temperaturen kräftig“, erklärt Schrey in einem Wetterbericht von wetter.net. In rund 5 bis 6 Kilometer Höhe würden über Deutschland Werte um -24 Grad berechnet. Dazu stehen empfindlich kalte Nächte bevor, bodennah sind regional sogar nur etwa 3 Grad möglich.

Dominik Jung: Hier wird es ab Mittwoch schneien

Meteorologen-Kollege Dominik Jung unterstützt diese Prognose, er kündigt ab Mittwoch sogar schon die ersten Schneefälle an. „In den Alpen fällt ab Mittwoch bis zum zweiten Septemberwochenende Schnee – oberhalb von 1500 bis 2000 Metern wird alles weiß“, schreibt er in einer Wetterkolumne für merkur.de.

Die Abkühlung bringt ein atlantischer Tiefausläufer mit, der von Nordwesten her sich in Deutschland breitmacht. Binnen zwei Tagen sollen die Temperaturen um 10 Grad und mehr sinken. Begleitet wird der Temperatursturz ab Mittwoch wieder viel Wind und Regen.

Auch der Deutsche Wetterdienst erwartet mit nur noch 17 bis 21 Grad deutlich kühlere Temperaturen. Dazu kommen in Küstennähe Schauer, in Nordseenähe kurze Gewitter mit Sturmböen, „im Südosten zeitweise Regen, an den Alpen länger andauernd“.

Am Montag wird auch an der Ostsee noch mal warmes und sonniges Wetter erwartet.

Am Montag wird auch an der Ostsee noch mal warmes und sonniges Wetter erwartet.

© Bernd Wüstneck/dpa

Die Wettervorhersage für die weitere Woche sieht dann leider auch nicht viel besser aus. Überall graue Wolken, der Herbst rückt verfrüht an. Donnerstag: 17 bis 22 Grad, Freitag: 16 bis 20 Grad, Samstag: 17 bis 22 Grad. Dazu immer wieder Regen und Schauer, vereinzelt auch Gewitter.

Altweibersommer: Sommercomeback ab Mitte September?

Dominik Jung von wetter.net macht aber noch Hoffnung auf einen angenehmen Altweibersommer – allerdings erst ab der Monatsmitte. Die Wettermodelle würden zurzeit rund um den 15. bis 18. September ein kräftiges Hoch andeuten, das aus Südwesten zu uns ziehe, schreibt er in einer Wetterkolumne für die Frankfurter Rundschau.

Setze dieses Hoch sich durch, seien vielerorts noch mal 25 bis 30 Grad drin. Erst Regen, dann wieder Wärme: Das ist eine gute Nachricht für Pilzfans – genau das Wetter, dass Maronen und Steinpilze zum Wachsen brauchen.

Jung wagt sogar eine exakte Prognose für ein Sommer-Comeback. Im Süden liege die Wahrscheinlichkeit dafür bei 60 Prozent, in der Mitte Deutschlands bei 45 Prozent und im Norden bei knapp 30 Prozent – abhängig von Atlantiktiefs, die Deutschland von Nordwesten her attackieren.

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