Hitze-Mythen

34 Grad: Läuft jetzt mein 30-Grad-Shirt ein?

Um die Sommer-Hitze ranken sich die verrücktesten Mythen ...

FLORIAN THALMANN und SABETH STICKFORTH (Fotos)
Lesezeit 3 Min
Mythos: Meine Synthetik-Klamotten laufen bei Hitze ein - Schadet es Klamotten, die nur bis 30 Grad waschbar sind, wenn man sie zum Trocknen in die Sonne hängt? Der KURIER fragt nach: Nicole (20, li.) und Carolin (25) glauben das nicht – ihr kleines T-Shirt gehört einem Kind. Tatsächlich: Wer sich Sorgen um seine Kleidung macht, darf sich entspannen. Dr. Hartmut Spiesecke, Sprecher des Verbandes textil+mode: „Auch, wenn in der Sonne 50 Grad herrschen, macht das den meisten Sachen nichts aus.“

Mythos: Meine Synthetik-Klamotten laufen bei Hitze ein - Schadet es Klamotten, die nur bis 30 Grad waschbar sind, wenn man sie zum Trocknen in die Sonne hängt? Der KURIER fragt nach: Nicole (20, li.) und Carolin (25) glauben das nicht – ihr kleines T-Shirt gehört einem Kind. Tatsächlich: Wer sich Sorgen um seine Kleidung macht, darf sich entspannen. Dr. Hartmut Spiesecke, Sprecher des Verbandes textil+mode: „Auch, wenn in der Sonne 50 Grad herrschen, macht das den meisten Sachen nichts aus.“

© Sabeth Stickforth Berlin Lizenz

Mythos: Ich brate ein Spiegelei auf dem Auto - Brutzel, brutzel, zisch. Das folgende Szenario klingt logisch: Steht ein Auto in der Sonne, heizt sich die Karosserie stark auf. Berührt man dann mit der Hand das Fahrzeug, das der Sonneneinstrahlung lange ausgesetzt war, ist die Hitze zu spüren. Aber: Reicht das auch aus, um ein Ei und Speck zu braten? Der KURIER machte den Test. Der Weißenseer Autoverwerter Brasch stellte dafür ein altes Fahrzeug zur Verfügung. Der grüne Skoda stand stundenlang in der prallen Sonne. KURIER-Reporter Florian Thalmann legte erst Speck aufs Blech, schlug dann ein Ei auf die Motorhaube. Ergebnis: Nix! Chef Torsten Brasch: „Es ist zwar heiß, aber dafür reicht es wohl dann doch nicht.“ Einziges Ergebnis: Das Ei läuft breit, verteilt sich über die Motorhaube, das Stocken bleibt aus – und der Teller leider leer.

Mythos: Ich brate ein Spiegelei auf dem Auto - Brutzel, brutzel, zisch. Das folgende Szenario klingt logisch: Steht ein Auto in der Sonne, heizt sich die Karosserie stark auf. Berührt man dann mit der Hand das Fahrzeug, das der Sonneneinstrahlung lange ausgesetzt war, ist die Hitze zu spüren. Aber: Reicht das auch aus, um ein Ei und Speck zu braten? Der KURIER machte den Test. Der Weißenseer Autoverwerter Brasch stellte dafür ein altes Fahrzeug zur Verfügung. Der grüne Skoda stand stundenlang in der prallen Sonne. KURIER-Reporter Florian Thalmann legte erst Speck aufs Blech, schlug dann ein Ei auf die Motorhaube. Ergebnis: Nix! Chef Torsten Brasch: „Es ist zwar heiß, aber dafür reicht es wohl dann doch nicht.“ Einziges Ergebnis: Das Ei läuft breit, verteilt sich über die Motorhaube, das Stocken bleibt aus – und der Teller leider leer.

© Sabeth Stickforth Berlin Lizenz

Mythos: Ich werde im Schatten braun - Am Ufer des Orankesees trifft der KURIER echte Sonnenanbeterinnen. Rike (43, Foto mitte), Sophie (24) und Hündin Jule (7) haben es sich auf einer Wiese gemütlich gemacht – im Schatten. Schließlich bekommt man keinen Sonnenbrand, wenn man sich in den Schatten legt. „Das denken viele“, sagt Rike. „Aber es ist falsch!“ Sie hat Recht – guter Sonnenschutz ist auch im Schatten wichtig, warnen Haut-Experten. Wolken, Bäume oder Sonnenschirme halten nur einen Teil der UV-Strahlung ab. Ein großer Teil wird von Staubpartikeln gebrochen, verläuft parallel zur Erdoberfläche, trifft uns von der Seite und macht auch braun.

Mythos: Ich werde im Schatten braun - Am Ufer des Orankesees trifft der KURIER echte Sonnenanbeterinnen. Rike (43, Foto mitte), Sophie (24) und Hündin Jule (7) haben es sich auf einer Wiese gemütlich gemacht – im Schatten. Schließlich bekommt man keinen Sonnenbrand, wenn man sich in den Schatten legt. „Das denken viele“, sagt Rike. „Aber es ist falsch!“ Sie hat Recht – guter Sonnenschutz ist auch im Schatten wichtig, warnen Haut-Experten. Wolken, Bäume oder Sonnenschirme halten nur einen Teil der UV-Strahlung ab. Ein großer Teil wird von Staubpartikeln gebrochen, verläuft parallel zur Erdoberfläche, trifft uns von der Seite und macht auch braun.

© Sabeth Stickforth Berlin Lizenz

Mythos: Ich bekomme mehr Trinkgeld - Ein Mythos, der sich hartnäckig hält: Im Sommer klingelt’s in der Trinkgeldkasse. Wer gut drauf ist, ist auch spendabel, oder? Natürlich klingeln die Trinkgeldkassen im Biergarten bei schönem Wetter mehr, „aber das liegt daran, dass man bei schönem Wetter auch mehr Gäste bedient“, sagt Harley (21, Foto). Der junge Mann arbeitet seit zwei Jahren als Kellner im Biergarten am Orankesee. „Wenn die Gäste im Sommer sehen, dass man schwitzt, geben sie mehr. Auch, wenn man bei Regen bedient.“ Aber: Generell gehe der Trend zur Knauserigkeit. Harley: „Die Leute achten darauf, wofür sie Geld ausgeben.“

Mythos: Ich bekomme mehr Trinkgeld - Ein Mythos, der sich hartnäckig hält: Im Sommer klingelt’s in der Trinkgeldkasse. Wer gut drauf ist, ist auch spendabel, oder? Natürlich klingeln die Trinkgeldkassen im Biergarten bei schönem Wetter mehr, „aber das liegt daran, dass man bei schönem Wetter auch mehr Gäste bedient“, sagt Harley (21, Foto). Der junge Mann arbeitet seit zwei Jahren als Kellner im Biergarten am Orankesee. „Wenn die Gäste im Sommer sehen, dass man schwitzt, geben sie mehr. Auch, wenn man bei Regen bedient.“ Aber: Generell gehe der Trend zur Knauserigkeit. Harley: „Die Leute achten darauf, wofür sie Geld ausgeben.“

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Mythos: Hitze macht aggressiver - Macht uns der Sommer aggressiver? Die Sonne macht uns nicht streitlustiger, aber die Umstände, sagt Prof. Dr. Peter Walschburger, Psychologie-Professor an der FU: „Die Hitze ist groß. Bei vielen Menschen wird jede kleine Sache, die nicht gefällt, zum Stressfaktor – macht sie reizbarer.“ Dazu kommt: Im Freibad liegen zum Beispiel tausende Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund auf engstem Raum – da sind Konflikte nicht weit. Bei Max (18, Foto li.) und Olli (19) lief Baden am See bisher immer friedlich ab. Sie sagen: „Wir haben gute Laune – und werden in der Hitze faul!“

Mythos: Hitze macht aggressiver - Macht uns der Sommer aggressiver? Die Sonne macht uns nicht streitlustiger, aber die Umstände, sagt Prof. Dr. Peter Walschburger, Psychologie-Professor an der FU: „Die Hitze ist groß. Bei vielen Menschen wird jede kleine Sache, die nicht gefällt, zum Stressfaktor – macht sie reizbarer.“ Dazu kommt: Im Freibad liegen zum Beispiel tausende Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund auf engstem Raum – da sind Konflikte nicht weit. Bei Max (18, Foto li.) und Olli (19) lief Baden am See bisher immer friedlich ab. Sie sagen: „Wir haben gute Laune – und werden in der Hitze faul!“

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