Fine Dining im Osten

In der DDR gab es nicht nur Jägerschnitzel, Soljanka & Co.: So konnte man in der DDR fein essen

Japanisch, italienisch, schwedisch: Die DDR-Gastronomie war vielfältiger als ihr Ruf. Nicht nur in Ost-Berlin. Das vielleicht beste Restaurant gab es in Suhl.

Foto von Autor/Autorin: Stefan Henseke
Lesezeit 6 Min
Vor dem Essen kam das Bad. Das DDR-Restaurant Der Waffenschmied als Spielfilmstory:  In „Sushi in Suhl“ spielt Uwe Steimle Restaurantchef Rolf Anschütz.

Vor dem Essen kam das Bad. Das DDR-Restaurant Der Waffenschmied als Spielfilmstory: In „Sushi in Suhl“ spielt Uwe Steimle Restaurantchef Rolf Anschütz.

© Movienet/MDR

Im Rückblick wird die DDR gerne grau gezeichnet. Liest man über Gaststätten im Osten, werden heute allzu gerne nur Jägerschnitzel, Soljanka und Würzfleisch erwähnt. Als hätte es nichts anderes gegeben. Aber wie überall war auch die Gastronomie in der DDR viel bunter und vielfältiger, als heute mancher wahrhaben will. In den 80ern gab es im Osten japanische und italienische Restaurants, man konnte schwedisch oder altfranzösisch essen gehen. Doch eines galt auch hier: Die Nachfrage war größer als das Angebot. Im begehrtesten Restaurant der DDR musste man sogar zwei Jahre auf einen Tisch warten.

Berliner Kurier

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