Kurz nach dem Silvesterfeuerwerk bringt ein astronomisches Schauspiel den Himmel zum Funkeln: In der ersten Januarwoche ist der Meteorstrom der Quadrantiden am Firmament zu sehen. Die meisten Sternschnuppen werden am Abend des 3. Januar erwartet.
Das Wetter spielt in der Nacht zum Sonnabend allerdings nur bedingt mit: Vor allem über der Mitte Deutschlands erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) einige Wolken und noch etwas Schnee. Ansonsten dürfte der Blick auf die Sternschnuppen frei bleiben.
Der himmlische Grund? Eine kosmische Staubwolke!
Uwe Pilz, Vorsitzender der Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im südhessischen Bensheim, erläutert, wann der Blick gen Himmel am erfolgversprechendsten ist. „Das Maximum ist, wie man sagt, spitz, also von kurzer Dauer“, so Pilz. „Es ist eine gute Idee, gleich zu Beginn der Nacht mit dem Beobachten zu beginnen.“ Je später, desto weniger Sternschnuppen seien wahrscheinlich zu entdecken.
Sternschnuppen zum Jahresbeginn: Die Quadrantiden kommen
Der Ausstrahlungspunkt befindet sich im Sternbild Bootes, weshalb man auch von Bootiden spricht. Dieser Punkt stehe bei Beginn der Nacht nur knapp über dem Horizont in nord-nord-westlicher Richtung, erklärt Pilz. „Das ist erst mal eine schlechte Nachricht.“ Da aber bis zu 100 Meteore pro Stunde erwartet würden, könne man sicherlich ein paar davon sehen.
Verursacht werden die Sternschnuppen von einer kosmischen Staubwolke. Da die Staubteilchen flach in die Atmosphäre eintreten, ziehen sie lange Spuren, wie Pilz weiter ausführt. Diese könnten über weite Teile des Himmels reichen.
In diesem Jahr dürfen wir uns erneut auf magische Nächte freuen: Während die Quadrantiden in der ersten Januar-Woche den Himmel erleuchten, könnte es auch wieder faszinierende Polarlichter zu sehen geben.
© IMAGO / Andreas Franke
So erleben Sie den Sternenfall – und vielleicht sogar Nordlichter
Nicht nur Sternschnuppen sorgen in diesen Tagen für magische Momente am Nachthimmel. Auch die Chancen, Nordlichter in Deutschland zu sehen, steigen. Experten sagen, dass das Jahr 2025 ein Höhepunkt für Nordlichter sein wird, denn die Sonnenaktivität befindet sich auf einem Maximum. Schon 2024 konnten in einigen Regionen Deutschlands vereinzelte Nordlichter beobachtet werden – in diesem Jahr soll das faszinierende Farbenspiel sogar noch häufiger und intensiver werden.
Um die besten Chancen auf das magische Farbenspiel der Nordlichter zu haben, sollten Sie Orte mit möglichst wenig Lichtverschmutzung aufsuchen, etwa abgelegene Landstriche oder freie Natur. Die beste Zeit zur Beobachtung liegt in den späten Nachtstunden, oft nach Mitternacht bis zum frühen Morgen – Geduld lohnt sich hier besonders. Nordlichter können sehr spontan sein und sind somit unvoraussehbar!
Wichtig ist außerdem ein freier Blick gen Himmel, und natürlich nach Norden, denn dort treten die beeindruckenden grünen und violetten Schleier dann auf. Da dieses Schauspiel jedoch keineswegs garantiert ist, lohnt es sich, Vorhersagen über spezielle Apps, Facebook-Gruppen oder aktuelle Medienberichte im Auge zu behalten. ■
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