Endlich Schule in einem richtigen Raum! Ein Jahr nach dem schlimmen Erdbeben auf Haiti gibt es gute Nachrichten von der Karibik-Insel. Aber nun müssen die Kinder dort lernen, wie man sich vor Cholera schützt.Ein Jahr nach dem furchtbaren Erdbeben leben noch immer eine Million Menschen auf Haiti in Notunterkünften oder Zelten. Viele Menschen waren nach der Katastrophe aus der Hauptstadt Port-au-Prince aufs Land geflüchtet."Mit den Spenden aus Deutschland konnten für Familien kleine Häuser gebaut oder repariert werden", berichtet Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe. Auch Schulgebäude aus Holz wurden errichtet, Abwasserkanäle freigelegt und Saatgut an die Bauern übergeben, damit sie die Felder bestellen können.Außer Rechnen und Schreiben müssen die Kinder auf Haiti zurzeit lernen, wie man die Cholera, eine Durchfallerkrankung, vermeidet. Die kann bei Menschen mit schwacher Gesundheit tödlich sein, Ursache ist mangelnde Sauberkeit. Vermeiden kann man sie durch regelmäßiges Händewaschen mit Seife."Die Welthungerhilfe arbeitet mit einem großen Ärzteteam aus Kuba zusammen", sagt Bärbel Dieck-mann. 1500 Mediziner bauen überall im Land Gesundheitszentren auf, um Kindern wie Erwachsenen zu helfen.Doch trotz aller Unterstützung wird es noch Jahre dauern, bis die Situation auf Haiti wieder normal ist. Dieckmann erklärt: "Haiti war schon vor dem Beben eines der ärmsten Länder der Welt. Deshalb dauert der Aufbau leider länger, als viele sich es wünschen."------------------------------BU: Ein Klassenzimmer aus Holz. Hier gehen die Kinder der École Frère Clément im Provinzstädtchen Jacmel jetzt zur Schule. Die alte Schule war durch das Erdbeben zerstört, unterrichtet wurde seither in Zelten.
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