Hier liegt tonnenweise Gold ... leider über 1300 Meter tief

KURIER-Reporter im Goldrausch

MARCUS BÖTTCHER
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Spremberg - Goldfieber in der Lausitz. Eigentlich suchte die Kupferschiefer Lausitz GmbH (KSL) hier seit 2008 nach Kupfer. Freudige Überraschung: Sie stießen auf Gold. KURIER-Reporter Marcus Böttcher fing gleich mal an zu buddeln.Gigantische 15 Tonnen schlummern in der Kupferlagerstätte zwischen Spremberg (Landkreis Spree-Neiße) und Schleife (Görlitz). Gesamtwert: "Wir schätzen das Vorkommen auf acht bis neun Milliarden Euro", so KSL-Chef Thomas Lausch. Jackpot!Der KURIER macht die Goldprobe -- und legte mit Spitzhacke, Schaufel und Waschschüssel los. Klong! Krachend knallt die Hacke auf den gefrorenen Lausitzboden in Trattendorf. Hier, ganz tief unten, in 1300 Metern Tiefe schlummert der wertvolle Schatz. Ein Schlag, zwei Schläge, und die erste Sandschicht ist weg. Läuft doch gut.Jetzt geht's mit der Schaufel weiter. Stundenlang wühlt sich der KURIER-Reporter durch lehmiges Erdreich. Bis in zwei Meter Tiefe. Heißt realistisch: Nur noch 1298 Meter und die größte Goldader Deutschlands wäre freigelegt. Denn in dieser Tiefe haben die KSL-Experten das Vorkommen entdeckt. Auch Kupfer, Silber, Platin und Zink lagern dort unten.Deshalb hofft man in der Lausitz auf einen Job-Boom. Der Mutterkonzern Minera S.A. will mehr als 700 Millionen in das Kupfer- und Goldwerk investieren. 2000 Arbeitsplätze würden so geschaffen werden. "Wir müssen selbst Fachpersonal ausbilden, da in Europa für den Bergbau nicht genügend Arbeitskräfte vorhanden sind", kündigt Projekt-Ingenieur Frank Sauer an. Ab kommendem Jahr können dann die Vorbohrungen für die ersten Schächte beginnen. Bis das Bergwerk mit voller Leistung läuft, werden aber noch sieben bis zehn Jahre vergehen.Bis dahin muss der KURIER-Reporter eben selbst Hand und Hacke anlegen. Und wie. Kiloweise Lausitzsand fliegen aus dem Loch. Doch die Kräfte schwinden, die Arme werden schwer. Egal, weitermachen, immer weitermachen. Nächste Aufgabe: "Erde waschen". Gleich nebenan strömt die Spree. Und siehe da: Ihr eiskaltes Wasser spült tatsächlich funkelnde, bislang unentdeckte Steinchen hervor. "Gold, endlich! Ist das Gold? Ich kündige!", freut sich der Reporter. Oder hat ihm etwa der Goldlack aus dem Baumarkt den Kopf vernebelt ...?------------------------------BU: Bei Trattendorf winkt das Goldgräber-Glück: In zwei Meter Tiefe fand Marcus Böttcher nur goldige Steinchen.

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