Spenden-Betrüger

Hier laufen „stumme“ Bettler schimpfend davon

Ein KURIER-Reporter enttarnt die Schnorrer-Mafia und wird dabei angepöbelt.

Kai Horstmann
Lesezeit 2 Min
Eine Bettlerin streckt ihr Gesäß entgegen, die andere schreit rum.

Eine Bettlerin streckt ihr Gesäß entgegen, die andere schreit rum.

© Kai Horstmann Lizenz

Vor allem Frauen aus Osteuropa laufen mit einer Mappe über den Alexanderplatz, den Kurfürstendamm, am Brandenburger Tor, vor Einkaufszentren und Parkplätzen rum. Mit Gebärden und einem hingehaltenen Zettel versuchen diese angeblich Taubstummen, Spenden für Gehörlosen-Projekte zu bekommen. Jetzt zeigten die Bettler ihr wahres Gesicht.

Der KURIER-Reporter stand am Mittwochnachmittag am Fahrkartenautomat im S-Bahnhof Alexanderplatz, als er von zwei Frauen bedrängt wurde. Sie hielten ihm eine Unterschriftenliste hin, die die dreiste Vorgehensweise legitimieren sollte: „Bitte spenden Sie! Ich bin taubstumm.“ Da er die Masche kennt, die vor allem auf Touristen abzielt, zückte er seine Kamera und meinte: „Sie sind bestimmt nicht taubstumm.“ Da eskalierte die Situation!

Der eben noch aufgesetzte Dackelblick wurde zur Furien-Fratze. Plötzlich schrie eine der Frauen lauthals: „Spinnst du?! Bist du bescheuert?!“ Gallespuckend stürzte sie aggressiv auf den Journalisten zu, verbot ihm das Fotografieren. Doch der Journalist drückte ab. Währenddessen bückte sich die andere Bettlerin, streckte ihren Allerwertesten in Richtung des KURIER-Reporters. Dann rannten sie davon und suchten sich wenige Minuten später neue Opfer.

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